Alfred Rosenberg 1893-1946

NS-Politiker, Publizist

  • 1893

    12. Januar: Alfred Rosenberg wird als Sohn eines lettischen Kaufmanns und einer estnischen Mutter aus hugenottischem Geschlecht in Reval (heute: Tallinn/Estland) geboren.

  • 1917

    Diplomabschluß nach dem Studium der Ingenieurwissenschaften und der Architektur an den Technischen Hochschulen Reval und Moskau.

  • 1918

    Nach der russischen Revolution Flucht über Paris nach München, wo Rosenberg aktives Mitglied des nationalistischen Geheimbundes Thule-Gesellschaft wird und dem Kreis um Dietrich Eckart zuzurechnen ist, der ihn mit Adolf Hitler bekannt macht.

  • 1920

    Eintritt in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP). Antisemitische Hetzschriften "Die Spur der Juden im Wandel der Zeiten" und "Unmoral im Talmud".

  • 1921

    In seiner Schrift "Das Verbrechen der Freimaurer" entwickelt Rosenberg seine Vorstellungen von einer jüdisch-freimaurerischen Weltverschwörung.

  • 1923

    Ernennung zum Hauptschriftleiter des NS-Parteiorgans "Völkischer Beobachter" als Nachfolger von Eckart,
    9. November: Teilnahme am Hitler-Putsch.

  • 1924

    Von dem im Gefängnis einsitzenden Hitler als sein Stellvertreter eingesetzt, gründet Rosenberg die "Großdeutsche Arbeitsgemeinschaft", eine Ersatzorganisation der verbotenen NSDAP.

  • 1929

    Rosenberg gründet den "Kampfbund für deutsche Kultur".

  • 1930

    Rosenberg wird als NSDAP-Abgeordneter für den Wahlkreis Hessen-Darmstadt in den Reichstag gewählt.
    Veröffentlichung seines Hauptwerkes "Der Mythus des zwanzigsten Jahrhunderts", das nach Hitlers "Mein Kampf" zum wichtigsten Werk des Nationalsozialismus wird.

  • 1933-1945

    Leiter des Außenpolitischen Amtes der NSDAP.

  • 1934-1945

    "Beauftragter des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP".

  • ab 1939

    Rosenberg läßt für das "Institut zur Erforschung der Judenfrage" jüdische Bibliotheken und Archive plündern und leitet den Raub von Kunstschätzen aus den besetzten Gebieten.

  • 1941-1945

    Als "Reichsminister für die besetzten Ostgebiete" ist Rosenberg mitverantwortlich für die Politik der Ghettoisierung und Ermordung der Juden.

  • 1946

    16 Oktober: Vom Nürnberger Kriegsverbrechertribunal der Verbrechen gegen die Menschlichkeit für schuldig befunden und zum Tode verurteilt, wird Alfred Rosenberg in Nürnberg hingerichtet.

(dw)
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