1. Porträtmedaille (1500 und später) auf Michelangelo Tanagli

(1437-1512)

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Medailleur: Niccolò Fiorentino (1430-1514)
4,4 cm; Bronze (jüngerer Guß)
Inv.-Nr.: N 90/2680
Literatur: Hill Nr. 1066


Goethes Sammelleidenschaft ist bekannt. Er befand sich damit in guter Gesellschaft vieler seiner Zeitgenossen. Fürsten, Wissenschaftler, Künstler, Literaten, Kleriker sammelten Medaillen. Als außergewöhnliche Bildungsquelle waren italienische Renaissancemedaillen besonders beliebt. Nur selten noch waren Originale zu beschaffen. Vielfach mußte sich die Sammlerschar mit mehr oder weniger qualitätvollen Abgüssen begnügen, die durch den sich stetig verringernden Durchmesser zu erkennen sind. Soweit eine Gußmedaille keinen beglaubigten Stammbaum hat, und nur wenige Stücke können einen solchen glaubhaft machen, gilt der Guß mit dem größten Durchmesser als das Original. Unsere Medaille auf Michelangelo Tanagli ist ein Beispiel jüngerer Abgüsse, wie sie für die Sammlungen vieler berühmter Männer angefertigt wurden.

 

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