2. Medaille auf die Lehens- und Kurwürde des Herzogs Johann von Sachsen, 1530

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Medailleur:
[Hieronymus Magdeburger (gest. 1540)]
2,7 cm; Silber 7,72 g (Guß)
Inv.-Nr.: N 94/1
Literatur: Tentzel Taf. 5, III; Katz 41


Zu den ersten Fürsten, die in Deutschland medaillenförmige Schaumünzen prägen ließen, gehörte Friedrich (III.) der Weise von Sachsen. Seine 1507 in Nürnberg entstandene Schaumünze auf die Statthalterwürde trägt in der Zeichnung Lucas Cranachs d. Ä. Handschrift. Schnell eroberte sich die Medaille im Repräsentationsverständnis der Fürsten einen festen Platz. Medaillen wurden als Gnadenbeweis und Gunstbezeugung vergeben. Vorliegende Medaille, die dem von 1507 bis 1533 in Annaberg/Erzgebirge belegten Goldschmied, Stempelschneider und Ratsherrn Hieronymus Magdeburger zugeschrieben ist, ließ Herzog Johann von Sachsen zum Ehrengeschenk in Gold und als Auswurfmünze in Silber anfertigen. Bereits 1521 hatte der ernestinische Herzog Johann die Lehen- und Kuranwartschaft auf die sächsischen Herzogtümer erhalten. Die Investitur behielt sich Kaiser Karl V. für den Augsburger Reichstag 1530 vor, verweigerte sie dann aber doch aus Konfessionsgründen. Die Medaille entstand der Legende nach im Vorfeld des Ausgburger Reichstages, zu einem Zeitpunkt also, an dem noch mit der Belehnung zu rechnen war.

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