1891-1960
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Hans Albers
Schauspieler
- 1891
- 22. September: Hans Albers wird als Sohn des Schlachtermeisters
Philipp Albers und dessen Frau Johanna in Hamburg geboren.
- ca. 1907
- Nach dem Besuch der Mittelschule beginnt er eine
kaufmännische Lehre, die er jedoch nicht beendet. Ohne Wissen
seiner Eltern nimmt er privaten Schauspielunterricht.
- 1911
- Tätigkeit in einer Seidenfirma in Frankfurt/Main.
- Erste kleine Bühnenauftritte in Frankfurt, diversen Sommerbädern
und Hamburg-Altona.
- 1914
- September: Die Kritik wird auf Albers, der mit zwei
größeren Rollen am Thalia-Theater in Hamburg Premiere
hat, aufmerksam.
- 1915
- Albers wird eingezogen und kommt während des
Ersten
Weltkriegs an die Westfront.
- 1917
- Nach der Genesung von einer schweren Verwundung geht
er nach Berlin, wo er als Theaterschauspieler arbeitet.
- Als Nebenverdienst hat er seine ersten Nebenrollen in Stummfilmen,
wobei er vor allem Lebemänner, Verführer und Hochstapler
darstellt.
- 1918
- Nach Kriegsende spielt Albers ohne festes Engagement
an verschiedenen Berliner Theatern vor allem komische Rollen.
An der Komischen Oper in Berlin wirkt er außerdem in diversen
Revuen und Operetten mit.
- 1925
- Beginn der Beziehung zu der jüdischen Schauspielerin
Hansi Burg.
- 1928
- Oktober: Albers wechselt an das Deutsche Theater in
Berlin, wo er seinen ersten Bühnenerfolg in der Rolle eines
Kellners in dem Schauspiel "Die Verbrecher" feiert.
- 1929
- In dem von Erwin Piscator inszenierten und von
Carl Zuckmayer bearbeiteten Stück "Rivalen"
spielt er einen Sergeanten.
- Albers, der bis dahin schon in über 100 Stummfilmen mitgewirkt
hat, übernimmt in dem ersten deutschen Tonfilm "Die
Nacht gehört uns" die Rolle des Rennfahrers. Seine Popularität
wächst, seine Lieder werden bekannte Schlager.
- 1930
- In dem frühen Tonfilm "Der blaue Engel"
spielt Albers einen Artisten an der Seite von Marlene Dietrich.
- 1931
- Die Titelrolle in dem Stück "Liliom"
an der Berliner Volksbühne stellt den Höhepunkt seiner
Bühnenkarriere dar.
- 1932
- Mit "F.P. 1 antwortet nicht" feiert Albers
seinen ersten großen Filmerfolg, der dazugehörige Filmsong
"Das Fliegerlied" wird ein populärer Schlager.
- 1933
- Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten
erwirbt er ein Anwesen am Starnberger See, wohin er sich zusammen
mit seiner Lebensgefährtin Burg zurückzieht. Abgeschirmt
vom Alltag des "Dritten Reichs" züchtet er eigene
Rosensorten. Er versucht sich dem nationalsozialistischen System
so weit wie möglich zu entziehen, so spielt er bis 1945 nicht
mehr am Theater. Er vermeidet gemeinsame Filmpremieren und Feste
mit Parteigrößen der NSDAP, andererseits dreht er weiterhin
Filme, mit denen er die höchsten Gagen Deutschlands verdient.
- 1938
- Burg geht über die Schweiz ins Exil nach London.
- 1939
- Mit dem Film "Wasser für Canitoga" erreicht
Albers einen weiteren Publikumserfolg.
- 1943
- In dem frühen Farbfilm "Münchhausen",
dessen Drehbuch Erich Kästner wegen Schreibverbots
unter einem Pseudonym verfaßt hat, kann Albers als Lügenbaron
nochmals seine schauspielerischen Fähigkeiten beweisen. Der
Druck durch Joseph Goebbels nimmt jedoch zu. Albers beginnt
an der Seite von Ilse Werner mit den Dreharbeiten zu "Große Freiheit Nr. 7",
die jedoch wegen der Bombenangriffe auf Hamburg in Berlin und
Prag fortgesetzt werden müssen. Er verfällt zunehmend
dem Alkohol.
- 1946
- Schon kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs spielt
er wieder den "Liliom" im Berliner Hebbel-Theater.
- Burg kehrt aus dem Londoner Exil zu Albers zurück.
- 1947
- Noch während des Entnazifizierungsprozesses gegen
ihn dreht er seinen ersten Nachkriegsfilm "Und über
uns der Himmel".
- 1954
- "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" ist
sein dritter Film mit Heinz Rühmann.
- 1955
- Auch mit der Neuverfilmung von "Der letzte Mann"
an der Seite von Romy Schneider kann Albers seinen Vorkriegsruhm
nicht wieder erreichen.
- 1956
- Die Verfilmung von Gerhart Hauptmanns Drama "Vor
Sonnenuntergang" wird für ihn schauspielerisch wieder
ein Erfolg.
- 1958
- Erstmalig äußert sich Albers öffentlich
zur Politik: Er lehnt die Aufrüstung der Bundeswehr
mit Atomwaffen ab.
- 1960
- Kurz vor seinem Tod vollendet er seinen Film, "Kein
Engel ist so rein".
- 24. Juli: Hans Albers stirbt in einem Sanatorium in Kempfenhausen
(heute zu Berg, Kreis Starnberg) infolge schwerer innerer Blutungen.
(lh)
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