1868-1954

[Photo: Hugo Eckener vor dem Luftschiff LZ 130, 1938]

[Photo: Hugo Eckener u.a. vor dem Luftschiff LZ 130, 1938]



Hugo Eckener

Luftschiffpionier



1868
10. August: Hugo Eckener wird als Sohn des Tabakfabrikanten Johann Eckener und dessen Ehefrau Anna (geb. Lange) in Flensburg geboren.

1890
Nach dem Abschluß seines Studiums der Philosophie und der Volkswirtschaftslehre mit der Promotion ist Eckener als freier Schriftsteller und Journalist tätig.
Während seiner Recherchen über Ferdinand Graf von Zeppelins erstes "Starrluftschiff" kommt er mit dem Grafen persönlich in Kontakt. Eckener begegnet den Flugversuchen anfangs mit beträchtlicher Skepsis, begeistert sich jedoch später für die noch unpopulären Luftschiffe.

1897
Heirat mit Johanna Maaß. Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor.

1906
Eckener entscheidet sich zur Aufgabe seiner publizistischen Tätigkeit und beteiligt sich stattdessen als Mitarbeiter Zeppelins an der technischen Weiterentwicklung des "Starrluftschiffs". Ihm gelingen enscheidende Verbesserungen der Lenkbarkeit des "Zeppelins".

1910-1914
Er führt gemeinsam mit seinen Mitarbeitern als Fahrtenleiter und Luftschiffkapitän über 2.000 Fahrten durch. Gleichzeitig ist er an der Ausbildung von weiteren Luftschiffkapitänen und Steuerleuten beteiligt.

1914-1918
Während des Ersten Weltkriegs leitet Eckener den Bau von 88 Luftschiffen für die Marine und ist für die Ausbildung von Luftschiff-Führern verantwortlich.

ab 1919
Nach dem Tod Zeppelins treibt Eckener als zentrale Figur die Weiterentwicklung des Luftschiffwesens voran.

1924
Das für die USA als Teil der Reparationsschulden gebaute Luftschiff LZ 126 ("ZR III") wird fertiggestellt. Eckener wird mit der Überführung nach Nordamerika beauftragt. Ihm gelingt die erste Atlantiküberquerung mit einem Zeppelin.

1928-1931
Er unternimmt und initiiert zahlreiche spektakuläre Fahrten mit dem Luftschiff "Graf Zeppelin" in die Antarktis, nach Südamerika und rund um den Globus. Seine aufsehenerregenden Aktionen machen ihn zu einem Symbol für die Luftschiffahrt.

1932
Das Preußische Innenministerium fragt anläßlich der zunächst noch ungewissen Kandidatur Paul von Hindenburgs für das Amt des Reichspräsidenten an, ob Eckener zu einer Gegenkandidatur gegen Adolf Hitler bereit wäre. Hindenburgs Entschluß, sich der Wahl zu stellen, macht Eckeners positive Entscheidung hinfällig.

1936
Eckener führt fahrplanmäßige Fahrten nach Nordamerika mit dem Luftschiff LZ 129 ("Hindenburg") ein.

1937
6. Mai: Die "Hindenburg" explodiert kurz vor ihrer Landung in Lakehurst (New Jersey / USA). 36 Menschen kommen ums Leben. Eckener wird für die Katastrophe verantwortlich gemacht.

1938
Er wird beauftragt, in den USA das teure und ungefährliche Füllgas Helium für deutsche Luftschiffe aufzukaufen. Das NS-Regime hat nach der Katastrophe von Lakehurst den Bau von Luftschiffen eingestellt, da es lediglich über das billige und Explosionen begünstigende Wasserstoffgas als Auftriebsmittel verfügt. Eckener scheitert am Veto der USA.

ab 1939
Bereits vor Beginn des Zweiten Weltkriegs zieht Eckener sich aus der Öffentlichkeit zurück und übernimmt die Leitung einer Maschinenbaufirma.

1949
Seine Autobiographie "Im Zeppelin über Länder und Meere" erscheint.

1954
14. August: Hugo Eckener stirbt in Friedrichshafen am Bodensee.

(se)

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