1881-1942
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Stefan Zweig
Schriftsteller
- 1881
- 28. November: Stefan Zweig wird in Wien geboren.
- Bereits auf dem Gymnasium schreibt er unter dem Einfluß
der Werke von Hugo von Hofmannsthal und Rainer Maria
Rilke erste Gedichte.
- 1901
- Publikation seines ersten Gedichtbandes unter dem Titel
"Silberne Saiten".
- ab 1901
- Mit Übersetzungen französischsprachiger
Autoren zeigt sich bereits Zweigs Natur des "Mittlers zwischen
den Menschen und Nationen".
- Zahlreiche Feuilletons, Erzählungen und Dramen entstehen
("Tersites", "Das Haus am Meer" u.a.).
- Reisen durch die ganze Welt verschaffen ihm Kontakte zu anderen
Schriftstellern und Künstlern, mit denen er häufig langanhaltende
Korrespondenzen führt.
- 1910
- Zweig veröffentlicht seine erste Biographie "Émile
Verhaeren".
- 1911
- Mit dem Werk "Erstes Erlebnis. Vier Geschichten
aus Kinderland" findet er zu seinem psychologisch intuitiven
Stil.
- 1914-1917
- Während des Ersten Weltkriegs leistet
Zweig als Freiwilliger Dienst im Kriegspressequartier.
- Geprägt durch seine Freundschaft zu Romain Rolland (1866-1944)
übernimmt Zweig dessen pazifistische Weltsicht.
- 1917
- Er wird für zwei Monate vom Militärdienst
beurlaubt und anschließend endgültig "enthoben".
- 1918
- Uraufführung des gegen den Krieg gerichteten Dramas
"Jeremias" in Zürich.
- Offiziell Korrespondent der Wiener "Neuen Freien Presse",
nutzt Zweig seine Verbindungen zu Zeitungen und Zeitschriften,
um seine individuelle parteilose Meinung zu veröffentlichen.
- ab 1919
- Nach dem Krieg kehrt er nach Österreich zurück
und läßt sich in Salzburg nieder. Hier kämpft
er gegen Opportunismus und Nationalismus, setzt sich für
die geistige Einheit Europas ein, warnt in Aufsätzen und
Vorträgen vor Radikalisierung und ruft zu Diplomatie, Vernunft
und Geduld auf.
- ab 1920
- Herausgabe zahlreicher Erzählungen, wie "Angst",
"Der Zwang" und "Der Flüchtling", in
Einzelausgaben.
- 1920-1928
- Zweig verfaßt drei Essays über Baumeister
der Welt: "Drei Meister" (1920), "Der Kampf mit
dem Dämon" (1925) und "Drei Dichter ihres Lebens"
(1928).
- 1926
- Mit der Bearbeitung von Ben Jonsons (1572-1637) "Volpone"
gelingt Zweig sein größter Bühnenerfolg.
- 1927
- "Sternstunden der Menschheit" wird veröffentlicht.
- 1928-1930
- Auf Vermittlung Maxim Gorkis erscheint die
erste Gesamtausgabe seiner Werke auf russisch.
- 1929
- Publikation der Tragikomödie aus napoleonischer
Zeit "Das Lamm der Armen".
- 1929-1932
- Veröffentlichung des ersten historischen Bildnisses
"Marie Antoinette".
- 1934
- Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme
flieht Zweig nach London.
- 1934-1938
- Seine Bücher "Triumph und Tragik des
Erasmus von Rotterdam" sowie "Castellio gegen Calvin
oder Ein Gewissen gegen Gewalt" erscheinen nicht mehr im
Insel-Verlag in Deutschland, sondern vor dem "Anschluß"
Österreichs 1938 in Wien. In ihnen fordert Zweig dazu auf,
Geschichte als Mahnung für die eigene Zeit zu verstehen.
- 1935
- Zweig schreibt für Richard Strauss das Libretto
zur Oper "Die schweigsame Frau".
- 1936
- Die Nationalsozialisten beschlagnahmen seine Bücher
und verhängen ein Verkaufsverbot.
- ab 1938
- Zweig wendet sich wieder dem Erzählerischen
zu: Teils befürchtet er, sein deutschsprachiges Publikum
zu verlieren, teils glaubt er, mit seiner Literatur keinen Einfluß
nehmen zu können.
- 1940
- Englische Staatsbürgerschaft.
- Während des Zweiten Weltkriegs verläßt
er Europa und geht nach New York. Von dort aus reist er nach Argentinien,
Paraguay und Brasilien, wo er sich ein Jahr später niederläßt.
- 1941
- Herausgabe der "Schachnovelle".
- 1942
- Seine Autobiographie "Die Welt von gestern"
erscheint.
- 22. Februar: Stefan Zweig nimmt sich in Petrópolis (bei
Rio de Janeiro) das Leben.
(ji)
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