Das Zeughaus - Blick auf den Haupteingang Unter den Linden 2

Das Zeughaus

Die Grundsteinlegung des Zeughauses erfolgte 1695 unter Kurfürst Friedrich III. Ab 1730 diente das Gebäude  als Waffenarsenal. Nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 wurde das Haus  zur Ruhmeshalle der brandenburgisch-preußischen Armee umgebaut. Von den Nationalsozialisten als Heeresmuseum genutzt, wurde der Bau in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigt.

Erst 1952 wurde er als Museum für Deutsche Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik wieder eröffnet.
1990, nach der friedlichen Revolution, zog das Deutsche Historische Museum in den bedeutenden Barockbau ein, der heute das älteste erhaltene Gebäude der Straße Unter den Linden ist.

Baugeschichte

Das Berliner Zeughaus gehört zu den bedeutendsten Bauten des Barocks in Norddeutschland. Der grundlegende Entwurf stammt von Johann Arnold Nering (1659–1695). Ihm folgten Martin Grünberg (1655–1706), Andreas Schlüter (1659–1714) und Jean de Bodt (1670–1745) als entwerfende Architekten.

Schon im 18. Jahrhundert gab es zahlreiche Bewunderer des Baus. Der Berliner Publizist und Aufklärer Friedrich Nicolai (1733–1811) urteilte 1786 in seinen Beschreibungen von Berlin sogar, das Zeughaus gehöre zu den „schönsten Gebäuden Europas“.

Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620–1688), der Große Kurfürst, plante die Errichtung eines Zeughauses in der Hauptstadt Berlin. Neben den Aufgaben eines einfachen Nutzbaus sollte es einen repräsentativen Charakter erhalten.

Sein Sohn, Kurfürst Friedrich III. (1657–1713), konnte die Idee seines Vaters mit der Grundsteinlegung am 28. Mai 1695 verwirklichen. Der Bau sollte dem Souveränitätsanspruch des aufstrebenden Kurfürstentums Ausdruck verleihen.

Informationen des Landesdenkmalamts Berlin zum Zeughaus

Zeughaus