• Inferno, 1946

Inferno, 1946

Fritz Koelle (1895-1953)
Deutschland, 1946 (Abguss 1997)
Bronze
Inv.-Nr.: Pl 97/10

Die Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen in Kunst und Gesellschaft setzte unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkrieges ein. An vielen Orten wurden Mahnmale geschaffen, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollten. Der Völkermord an den Juden stand hierbei jedoch im Hintergrund. Der Münchener Bildhauer Fritz Koelle schuf seine Skulptur "Inferno", zu der ihn alliierte Filmaufnahmen von befreiten KZ-Häftlingen angeregt hatten, als Entwurf für ein Denkmal auf dem ehemaligen Dachauer KZ-Gelände. Wegen seiner "bolschewistischen Kunstauffassung" war für Koelle 1934 eine KZ-Haft in Dachau beantragt worden, doch nach mehreren Tagen wurde er aus dem Gestapo-Gefängnis entlassen und erhielt in den folgenden Jahren auch öffentliche Aufträge. 1946 verhinderten Presseberichte über sein Kunstschaffen während der NS-Zeit zunächst die Aufstellung der Skulptur, 1947 wurde sie dann aufgestellt.

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