• Exponat: Buch: "Kleine Rassenkunde des deutschen Volkes", 1937

"Kleine Rassenkunde des deutschen Volkes"

Rassentheoretische Schrift mit zahlreichen Abbildungen
Autor: Hans Friedrich Karl Günther
Verlag: J.F. Lehmanns
Berlin, 1937
19 x 12,2 cm
Inv.-Nr.: Do2 98/1252

Die unter dem Namen "Rasse-Günther" bekannt gewordene "Rassenkunde des deutschen Volkes" stammt von dem ordinierten Sozialanthropologen Hans Friedrich Karl Günther. Er trat 1932 der NSDAP bei und machte Karriere. Das Buch erreichte zwischen 1922 und 1943 eine Auflage von 270.000 Exemplaren. Günther ordnet den verschiedenen Rassen bestimmte Merkmale zu: Der "nordischen Rasse" spricht er Urteilsfähigkeit, Wahrhaftigkeit, Tatkraft und Gerechtigkeitssinn zu und stellt ihr die seiner Auffassung nach "minderwertigeren Rassen" gegenüber. Ihnen ordnet er Eigenschaften als Hauptattribute zu, die jedoch - wie auch bei der "nordischen Rasse" - individuelle menschliche Verhaltensweisen beschreiben und auf alle "Typen" zutreffen können. So sei etwa die "ostische Rasse" sehr "empfänglich für Leitung und Führung" und entwickle eine besondere "Anhänglichkeit an Familie und Örtlichkeit". Diese Aussagen wurden als wissenschaftliche "Rassentypologie" gelehrt. Günther wurde nach Kriegsende zwar durch die Militärregierung vom Universitätsdienst suspendiert, erreichte jedoch 1949 die Entscheidung der Spruchkammer Freiburg, als "minderbelastet" eingestuft zu werden. In einem Berufungsverfahren wurde er 1951 als bloßer "Mitläufer" freigesprochen.

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[Abbildung] Kleine Rassenkunde des deutschen Volkes Rassentheoretische Schrift mit zahlreichen Abbildungen Autor: Hans Friedrich Karl Günther Verlag: J.F. Lehmanns 19 x 12,2 cm Berlin, 1937 © DHM, Berlin Do2 98/1252 Die unter dem Namen Rasse-Günther bekannt gewordene Rassenkunde des deutschen Volkes stammt von dem ordinierten Sozialanthropologen Hans Friedrich Karl Günther. Er trat 1932 der NSDAP bei und machte Karriere. Das Buch erreichte zwischen 1922 und 1943 eine Auflage von 270.000 Exemplaren. Günther ordnet den verschiedenen Rassen bestimmte Merkmale zu: Der nordischen Rasse spricht er Urteilsfähigkeit, Wahrhaftigkeit, Tatkraft und Gerechtigkeitssinn zu und stellt ihr die seiner Auffassung nach minderwertigeren Rassen gegenüber. Ihnen ordnet er Eigenschaften als Hauptattribute zu, die jedoch - wie auch bei der nordischen Rasse - individuelle menschliche Verhaltensweisen beschreiben und auf alle Typen zutreffen können. So sei etwa die ostische Rasse sehr empfänglich für Leitung und Führung und entwickle eine besondere Anhänglichkeit an Familie und Örtlichkeit. Diese Aussagen wurden als wissenschaftliche Rassentypologie gelehrt. Günther wurde nach Kriegsende zwar durch die Militärregierung vom Universitätsdienst suspendiert, erreichte jedoch 1949 die Entscheidung der Spruchkammer Freiburg, als minderbelastet eingestuft zu werden. In einem Berufungsverfahren wurde er 1951 als bloßer Mitläufer freigesprochen.Deutsches Historisches Museum, Berlin LeMO de Deutsches Reich, Berlin Rassenkunde, Rassentheorie Günther, Hans Friedrich Karl

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