• Exponat: Plakat des Winterhilswerkes, um 1934

"Ein Volk hilft sich selbst!"

Plakat des Winterhilfswerks
Max Reimer (1877-1970)
Deutschland, um 1938
Offsetdruck
59,5 x 42 cm
Inv.-Nr.: P 99/25

Das im September 1933 gegründete Winterhilfswerk unterstand Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Es sollte die Idee der nationalsozialistischen "Volksgemeinschaft" populär machen. Im Mittelpunkt aller Anstrengungen des NS-Staates schien die Sorge um das Wohlergehen der deutschen Bevölkerung zu stehen. Das Plakat wirbt mit der Darstellung einer "erbgesunden" Familie als Keimzelle der Nation. Die "natürliche" Hauptaufgabe der Frauen bestand nach Ansicht der Nationalsozialisten darin, möglichst viele Kinder zur Welt zu bringen, die zur Ausbreitung der "deutschen Rasse" beitragen sollten. Die große Kinderzahl bei abgebildeten Familien verweist auf die politischen Bemühungen des NS-Staates um eine deutliche Steigerung der Geburtenrate. Künstler wurden in diesem Zusammenhang dazu angehalten, "wenigstens vier deutsche Kinder zu zeigen, wenn eine Familie dargestellt" werde.

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Die NS-Frauenpolitik
Alltagsleben

Exponat: Plakat des Winterhilswerkes, um 1933 [Abbildung] Ein Volk hilft sich selbst! Deutschland, um 1933 60 x 42 cm © Deutsches Historisches Museum, Berlin Inv. Nr.: P 99/25 Das im September 1933 gegründete Winterhilfswerk unterstand Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Es sollte die Idee der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft populär machen. Im Mittelpunkt aller Anstrengungen des NS-Staates schien die Sorge um das Wohlergehen der deutschen Bevölkerung zu stehen. Das Plakat wirbt mit der Darstellung einer erbgesunden Familie als Keimzelle der Nation. Die natürliche Hauptaufgabe der Frauen bestand nach Ansicht der Nationalsozialisten darin, möglichst viele Kinder zur Welt zu bringen, die zur Ausbreitung der arischen Rasse beitragen sollten. Die große Kinderzahl bei abgebildeten Familien verweist auf die politischen Bemühungen des NS-Staates um eine deutliche Steigerung der Geburtenrate. Künstler wurden in diesem Zusammenhang dazu angehalten, wenigstens vier deutsche Kinder zu zeigen, wenn eine Familie dargestellt werde.

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