• Plakat der Jüdischen Winterhilfe, um 1936

"Helft der Not steuern!"

Plakat der Jüdischen Winterhilfe
Deutschland, um 1936
Offsetdruck
68 x 47,3 cm
Inv.-Nr.: P 73/3734

Nach Verabschiedung der Nürnberger Gesetze im September 1935 wurden Juden von den karitativen Maßnahmen des Winterhilfswerks (WHW) ausgeschlossen. Daher rief die Reichsvertretung der Juden in Deutschland im Oktober 1935 zur Gründung einer jüdischen Winterhilfe auf. Die Organisation des Jüdischen Winterhilfswerks (JWH) erfolgte in ähnlicher Weise wie das nationalsozialistische WHW. Das JWH beschäftigte nur eine kleine Anzahl von bezahlten Mitarbeitern, unterstützt wurden sie von zahlreichen Freiwilligen. Das Spendenaufkommen resultierte zu knapp zwei Dritteln aus monatlichen Steuerzuschlägen. Über Haus-, Büchsen-, Lebensmittel- und Kleidungssammlungen wurden zusätzliche Gelder und Sachspenden für die Arbeit des JWH zusammengetragen. Seine Hilfe bestand vor allem aus Zuteilungen von Lebensmitteln, Brennmaterial, Kleidung und der Ausgabe von billigem warmen Essen in Wohlfahrtsküchen des Werks. Einkäufe wurden vorzugsweise in jüdischen Betrieben getätigt, um diese zu stärken.

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Jüdische Selbsthilfe

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