Berlin.Dokument

Berlin.Dokument – unter diesem Titel präsentiert das Zeughauskino in chronologischer Folge monatlich ein Programm mit dokumentarischen Aufnahmen von Berlin. Die Programme erzählen mosaikartig eine Geschichte Berlins, wie sie in oft unbekannten, an den Rändern der kommerziellen Filmindustrie entstandenen Aufnahmen überliefert ist.

Im dritten Quartal bündelt Berlin.Dokument dokumentarische Filme über Jugendliche im Ost-Berlin der 1970er Jahre. Im Juli stehen jugendliche Rowdys und Kleinkriminelle im Mittelpunkt, die bereits mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Mit dem Propagandafilm Wer die Erde liebt über die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten im Sommer 1973 ließ die DEFA das Festival noch einmal aufleben, und im September lernen wir Ost-Berliner Jugendliche zwischen Ausbildung und Beruf kennen, die uns an ihren Musikvorlieben und Zukunftsvorstellungen teilhaben lassen. Das offizielle Jugendbild der DDR kollidiert mit ungeschönten Porträts von Außenseitern.

Berlin.Dokument entsteht in Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv-Filmarchiv und wird von Jeanpaul Goergen kuratiert.