Logo und Schriftzug des Deutschen Historischen Museums und eine Ansicht der neuen Ausstellungshalle von I.M.Pei neben dem Zeughaus
German Historical Museum
 
  Kino im Zeughaus

 

Kino im Zeughaus | Programm | Programmarchiv

 


  GRÜNDERZEIT UND GRÜNDERKRISE

 

GRÜNDERZEIT UND GRÜNDERKRISE

Das Deutsche Historische Museum widmet 2008 seine große Epochenausstellung der Gründerzeit zwischen Vormärz und Kaiserreich. Begleitend und in Ergänzung zur Ausstellung präsentiert das Zeughauskino eine Reihe, deren Filme ihr Erzählinteresse über die eigentliche Gründerzeit hinaus in die Zeit des Kaiserreichs, der Weimarer Republik und des „Dritten Reichs“ weitertragen. Die oft episch angelegten Spielfilme verzahnen Unternehmens- und Familiengeschichten. Sei es die Chronik der Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook, die Saga der Firma Wengler & Söhne oder die Geschichte des adligen Familienimperiums in La caduta degli die: In diese generationenübergreifenden Erzählungen von Autorität, Missgunst, Leidenschaft und privatem Glück ist auch die Firmengeschichte eines wirtschaftlichen Aufstiegs und Niedergangs miteingewoben. Die Filmreihe GRÜNDERZEIT UND GRÜNDERKRISE lädt dazu ein, diesen thematischen Faden filmhistorisch und mit Blick auf die politischen Systeme, in denen die Filme entstanden sind, zu verfolgen. Sie macht ein wirkungsmächtiges Deutungsmuster deutscher Geschichte verständlich.

 

GRÜNDERZEIT UND GRÜNDERKRISE
Die Liebe und die erste Eisenbahn
D 1934, R: Hasso Preis, D: Jakob Tiedtke, Ida Wüst, Karin Hardt, Hans Schlenck, Fritz Kampers, 90’

Lustiges, unterhaltsames Volksstück um die erste Eisenbahnstrecke Preußens, die im Herbst 1838 zwischen Berlin–Potsdam eröffnet wird. Der dicke Posthalter F. W. Eichmann aus Zehlendorf sieht im Bau der Eisenbahn den Ruin seiner Posthalterei. Aber seine Sabotageversuche können die Arbeiten an der Strecke nicht aufhalten; im Gegenteil, Bestechungsgelder bewirken, dass die Strecke rechtzeitig fertig wird. Auch privat braut sich Unheil zusammen: Seine Frau kauft heimlich Aktien der Eisenbahngesellschaft und seine Tochter verliebt sich in den Dampfwagen-Ingenieur. Schließlich setzt der sture Posthalter alles auf eine Karte: Er lässt eine vierspännige Postkutsche mit der Eisenbahn um die Wette fahren, um zu beweisen, um wie viel schneller und besser seine Pferdepost ist.
„Ein Film vom heldischen Sieg der Vernunft über Unvernunft und Kleingläubigkeit – vom frohen Sieg des Humors über verbitterte Spießerwahrheit und vom seligen Sieg der Liebe über väterliche Engherzigkeit!“ – so die zeitgenössische Ufa-Werbung. Für die Dreharbeiten wird auf dem Ufa-Gelände in Babelsberg nicht nur die historische Eisenbahnstrecke, sondern auch der erste „Potsdamer Bahnhof“ in Berlin getreu nachgebaut. Der Film folgt dem Heimat- und Liederspiel „Alt-Potsdam oder Die erste Eisenbahn oder Dem Vergnügen der Einwohner!“, das Axel Delmar (d.i. Axel von Demandowski) 1914 für das Potsdamer Naturtheater schrieb.

Einführung am 17.5.: Jeanpaul Goergen

am 17.5.2008 um 19.00 Uhr
am 18.5.2008 um 21.00 Uhr

 

 

 

GRÜNDERZEIT UND GRÜNDERKRISE
Buddenbrooks
BRD 1959/1963, R: Alfred Weidemann, D: Liselotte Pulver, Nadja Tiller, Hansjörg Felmy, Hanns Lothar, Lil Dagover, 152’

Chronik der Lübecker Kaufmannsfamilie Buddenbrook im 19. Jahrhundert und freie Verfilmung des 1901 erschienenen gleichnamigen Romans von Thomas Mann über den Verfall einer Familie. Der Vater drängt seine Tochter dazu, sich mit einem einflussreichen Geschäftsmann zu vermählen. Sohn Christian, ein Lebemann, arbeitet nur ohne großen Ehrgeiz in der elterlichen Firma. Der älteste Sohn Thomas scheint die Tradition im Sinne des alten Patriarchen fortzuführen: Er heiratet standesgemäß und seine Frau bringt schon bald einen Erben zur Welt. Nach dem Tod des Vaters übernimmt er die Firmengeschäfte, überwirft sich jedoch mit Christian, der daraufhin in Hamburg ein eigenes Geschäft gründet. Der Niedergang der Familie scheint unaufhaltsam.
„Der Filmarchitekt Robert Herlth hat die von Mann so detailliert beschriebenen Räume des Buddenbrookhauses meisterlich nachgebaut, die Gläser, die Geschirre, die Lampen und Vasen, die Malereien im ‚Landschaftszimmer‘ – alles ist da. Die Dialoge sind fast wörtlich vom Roman übernommen. Der Regisseur Alfred Weidemann probt, von Erika Mann bewacht, mit verbissener Unermüdlichkeit; es sieht ganz danach aus, als ob Millimeterarbeit geleistet würde.“ (Frankfurter Rundschau, 29.8.1959) Thomas Manns Absicht, den Roman als gesamtdeutsche Produktion und damit als „Beitrag zur kulturellen Wiedervereinigung“ verfilmen zu lassen, scheitert an den politischen Realitäten des Kalten Krieges. Der Film kommt ursprünglich in zwei Teilen in die Kinos; eine einteilige Fassung wird im Juni 1963 gestartet.

am 17.5.2008 um 21.00 Uhr
am 20.5.2008 um 20.00 Uhr

 

 

 

GRÜNDERZEIT UND GRÜNDERKRISE
Der unendliche Weg
D 1943, R: Hans Schweikart, D: Eugen Klöpfer, Lisa Hellwig, Eva Immermann, Hedwig Wangel, 99’

Biografischer Film über den Volkswirtschaftler Friedrich List (1789-1846) als Vorkämpfer für den Deutschen Zollverein und das Eisenbahnwesen: sein Kampf gegen den Fürsten von Metternich, die Haft im Staatsgefängnis von Hohenasperg, schließlich sein Exil in den USA bis hin zur Verwirklichung der Zollunion. Hans Schweikart formt diesen Stoff zu einem „historisch-politischen Lehrstück“ (Völkischer Beobachter), das von der nationalsozialistischen Filmzensur mit dem höchsten Prädikat „staatspolitisch besonders wertvoll“ ausgezeichnet wird. List wird als großer Deutscher porträtiert, der von seiner Zeit missverstanden und verkannt wird. Im Mittelpunkt steht aber weniger sein Einzelschicksal als vielmehr sein Werk, für das zu opfern List alles bereit ist, auch wenn sein Weg in die Katastrophe führen soll. Immer wieder stellt der Film die Frage nach der nationalen Identität in Abgrenzung zu „volksfremdem“ Verhalten – einer von den Nationalsozialisten häufig verwendeten Propagandavokabel. Hinzu kommen polemische Seitenhiebe gegen den in Amerika alles beherrschenden Kapitalismus sowie die Kolonialpolitik Englands. So wird im historischen Stoff jene Zeitnähe gesucht, die von Rainer Rother als das zentrale Merkmal nationalsozialistischer Filmtheorie herausgearbeitet wurde. „Ein politischer Film? Jawohl. Ein Tendenzfilm? Gewiß, wenn Tendenz mit dem Begriff Ziel gleichzusetzen ist. Also unkünstlerisch? Nein, im höchsten Sinne künstlerisch, da das Ziel im Volkstümlichen erreicht worden ist.“ bringt der Völkische Beobachter (26.8.1943) die ideologische Botschaft des Films auf den Punkt.

Einführung: Philipp Stiasny

am 18.5.2008 um 19.00 Uhr
am 23.5.2008 um 19.00 Uhr

 

 

 

GRÜNDERZEIT UND GRÜNDERKRISE
Wengler & Söhne – Eine Legende
DDR 1986, R: Rainer Simon, D: Christoph Engel, Carl Martin Spengler, Kathrin Waligura, Fritz Marquardt, Gudrun Ritter, Franziska Ritter, 137’

Eine deutsche Familiensaga aus der Zeit von 1871 bis 1945. Nach der Heimkehr aus dem deutsch-französischen Krieg 1871 arbeitet sich der thüringische Bauernsohn Gustav Wengler in einem feinmechanisch-optischen Betrieb zum unentbehrlichen Meister hoch. Für ihn bedeutet die Firma alles; hier hofft er auch, seine Söhne und Enkel unterbringen zu können. Doch sein Sohn Friedrich rebelliert gegen die autoritären Erziehungsmethoden des Vaters und fliegt aus dem Haus; der geliebte Enkel Fritz fällt im Ersten Weltkrieg. Nur der Enkel Paul, ein hoch begabter Wissenschaftler, wird Direktor in der in der Zwischenzeit zu einem Weltkonzern aufgestiegenen Firma. Zwar lehnt Paul die Ideen des Nationalsozialismus ab, aber er arrangiert sich mit dem Regime.
Eine Parabel auf die Geschichte des Deutschen Reiches von der Gründung bis zu seinem Untergang. „Wir zeigen geschichtliche Ereignisse nur insoweit, als sie sich auf das Leben unserer Hauptfiguren auswirken. Mich bewegen vor allem jene Fragen, die in allen meinen letzten Filmen mitspielten: Wie nutzen die Menschen ihre Chance zur Gestaltung ihres eigenen einmaligen Lebens? Was liegt dabei in der Macht des einzelnen, und wo ist er den gesellschaftlichen Zwängen und auch der Macht seines Erbes ausgeliefert.“ (Rainer Simon, 1987) Fred Gehler bemängelte im Sonntag, dass „die Dichte der Charakterzeichnung der Zentralfigur nicht annähernd in den Nebenlinien erreicht wird, dass Didaktik das künstlerische Bild vielfach ersetzt.“ Dennoch ist dieser Blick auf ein Jahrhundert ein großes Kino-Epos mit reichlich „Stoff zum Nachdenken“ (Heinz Kersten).

Einführung: Philipp Stiasny

am 21.5.2008 um 20.00 Uhr
am 23.5.2008 um 21.00 Uhr

 

 

 

GRÜNDERZEIT UND GRÜNDERKRISE
Addio, piccola mia
DDR 1977/78, R: Lothar Warneke, D: Hilmar Eichhorn, Wolfgang Arnst, Trude Bechmann, 123’

Lothar Warnekes Schilderung der letzten drei Lebensjahre des literarischen enfant terrible Georg Büchner nimmt den Autor des Woyzeck beim Wort: die Darstellung Büchners folgt weitgehend Dokumenten von Büchner selbst. Nach der Publikation des Hessischen Landboten flieht Büchner vor der Repression nach Straßburg und widmet sich naturwissenschaftlichen Studien. Addio, piccola mia ist keine konventionelle Biographie geworden “eher ein stimmungsvoller Bilderbogen aus einer Zeit der Repression und Restauration, zugleich das Porträt einer Generation scheiternder Revolutionäre.“ (Heinz Kersten)

am 24.5.2008 um 18.30 Uhr
am 25.5.2008 um 21.00 Uhr

 

 

 

GRÜNDERZEIT UND GRÜNDERKRISE
Frühlingssinfonie
BRD/Schweiz/Österreich 1982, R: Peter Schamoni, D: Nastassja Kinski, Rolf Hoppe, Herbert Grönemeyer, Gideon Kremer, Bernhard Wicki, 103’

Nach intensiven Verhandlungen gelang es Peter Schamoni, den ersten westdeutschen Film an Originalschauplätzen in der DDR zu realisieren. Schamonis Film erzählt die Geschichte der Beziehung zwischen Robert Schumann und Clara Wieck. Schon die Anfangssequenz gibt das Thema vor: “Gideon Kremer [...] säbelt, als Paganini verkleidet, original eines von dessen wilden Capriccios vor einem Biedermeier-Publikum herunter“. (Friedrich Luft ) – Robert Schumann, zu diesem Zeitpunkt noch Klavierschüler von Claras Vater, will der Paganini des Klaviers werden. Eine Handverletzung verbaut ihm diesen Weg, und Schumann ist gezwungen, sich auf das Komponieren zu beschränken. Die begabte Pianistin Clara Wieck wird zugleich Objekt seiner Liebe und „ausführendes Organ“ seiner Kompositionen. Bescheiden wird sie sich mit diesen Rollen nicht...
Frühlingssinfonie ist mehr als die filmisch illustrierte Biographie des Schumann-Paares. Die Dreierkonstellation aus Robert und Clara Schumann und Claras Vater, den von Rolf Hoppe gespielten Friedrich Wieck, verortet die Biografie Schumanns im bürgerlichen 19. Jahrhundert, dessen Protagonisten sich vor der industriellen Wende ins Biedermeier und in die Romantik flüchteten.

am 24.5.2008 um 21.00 Uhr
am 25.5.2008 um 19.00 Uhr

 

 

 

GRÜNDERZEIT UND GRÜNDERKRISE
Die Unbesiegbaren
DDR 1953, R: Arthur Pohl, D: Alice Treff, Willy A. Kleinau, Karl Paryla, Erwin Geschonneck, 107’

Der Kampf der deutschen Arbeiterklasse gegen das 1878 von Bismarck erlassene Sozialistengesetz. Die „Gesetze gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ blieben bis 1890 in Kraft. Im Mittelpunkt dieses ersten DEFA-Films über die deutsche Arbeiterbewegung steht der kämpferische und klassenbewusste Lokomotivschlosser Gustav Schulz, der bei Borsig beschäftigt ist. Da bricht in Gelsenkirchen ein großer Streik aus und Schulz begibt sich ins Ruhrgebiet, um die Streikenden zu unterstützen – nur um festzustellen, dass „die Streikleitung mit Leuten durchsetzt ist, denen es an politischer Klarheit mangelt, die sich den Verhältnissen anpassen, sie aber nicht verändern können.“
Die Unbesiegbaren entsteht als Beitrag der DEFA zum Karl-Marx-Jahr 1953. Die Progress Filmillustrierte liefert den Kinobesuchern die korrekte Lesart gleich mit: Der Film trage „das große Beispiel dieses Heldenkampfes der alten Sozialdemokratie hinein in die Tageskämpfe unserer Zeit. Kein Paktieren mit dem kapitalistischen Staat, sondern unversöhnlicher Kampf gegen den kapitalistischen Staat und die Herrschaft der Monopolherren.“ So agitiert der Film im historischen Gewand vor allem gegen die reformistischen „Volksverräter“ der SPD in der Bundesrepublik. Dort wird der Film erst 1973 aufgeführt. Dem Kölner Stadt-Anzeiger (30.6.1973) fiel damals auf, dass es dem Regisseur Arthur Pohl „weniger um Geschichtsunterricht geht, daß er eher bemüht ist, die aktuelle Situation der DDR zu Zeiten ihres ersten Fünfjahresplanes als Familienunterhaltung mit historischem Hintergrund zu präsentieren (...). Konsumverzicht zugunsten von Exportsteigerung, sozialistische Bewußtseinsbildung im ersten deutschen Arbeiterstaat lauteten damals einige der Devisen, die mit zum Juniaufstand von 1953 beitrugen.“

Einführung am 27.5.: Jeanpaul Goergen

am 27.5.2008 um 20.00 Uhr
am 30.5.2008 um 18.30 Uhr

 

 

 

GRÜNDERZEIT UND GRÜNDERKRISE
La caduta degli die
The Damned

I/BRD 1968, R: Luchino Visconti, D: Dirk Bogade, Ingrid Thulin, Helmut Griem, Helmut Berger, Charlotte Rampling, 155’     engl. Fassung

Zwischen dem Reichstagsbrand (27. Februar 1933) und dem sogenannten Röhm-Putsch (30. Juni 1934) vollzieht sich der Niedergang einer deutschen Stahldynastie. Aber das adlige Familienimperium geht nicht an der Nazi-Diktatur zugrunde, sondern endet durch maßlose Selbstzerfleischung. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten beginnt in der Familie der von Essenbecks der Kampf um die politische Positionierung der Rüstungsindustrie. Zwar lehnt Baron Joachim von Essenbeck, das patriarchalische Oberhaupt des Industrie-Imperiums, die Nazis ab, will aber aus politischem Opportunismus seinen Neffen und SA-Mitglied Konstantin zum Vizepräsidenten ernennen. In dem daraufhin einsetzenden Machtkampf um die Konzernspitze schrecken die Familienmitglieder auch vor Mord nicht zurück. Diese „Götterdämmerung“ – so der italienische Filmtitel – wird durch Machtgier, Hass und Heimtücke, Dekadenz und Perversionen, Inzest, Sadismus, Vergewaltigung und Kinderschändung vorangetrieben. Für die Süddeutsche Zeitung ist das nur „verkitschte Kolportage“; die Ruhrdynastien hätten sich damals keineswegs zerfleischt, sondern im Gegenteil floriert: „Ihre Zusammenarbeit mit den Nazis entsprang nicht der Zerrüttung der Sitten, sondern einer gesunden national-konservativen Einstellung, die sich mit vorzüglichem Geschäftssinn verband.“ (Ivan Nagel, 30.1.1970). Die Zeit dagegen verweist darauf, dass Visconti kein Dokumentarspiel inszeniert habe: „Viscontis Sujet ist die Ästhetisierung der Politik im Faschismus, der Übergang von der Oper zum Reichsparteitag.“ (13.2.1970). Auch heute noch ein diskussionswürdiger Film.

am 28.5.2008 um 20.00 Uhr
am 31.5.2008 um 21.00 Uhr

 

 

 

GRÜNDERZEIT UND GRÜNDERKRISE
Diesel
D 1942, R: Gerhard Lamprecht, D: Willy Birgel, Hilde Weissner, Paul Wegener, Arthur Schröder, 87’

Film-Biografie über die entscheidenden Lebensstationen des Ingenieurs Rudolf Diesel (1858-1913), nach dessen 1892 erfundenem Verfahren der Dieselmotor entsteht. Rudolf Diesel wächst als Sohn deutscher Eltern in Paris auf. Im Alter von 12 Jahren kommt er 1870 nach Deutschland, wo sein Onkel ihm ein technisches Studium ermöglicht. Nach jahrelangen Bemühungen gibt es der junge Ingenieur 1889 auf, einen von ihm konstruierten Ammoniakmotor zur Pariser Weltausstellung herauszubringen. Auch seine Freunde sind von diesem Fehlschlag betroffen. Nur Diesels Frau Martha hält zu ihm und richtet den fast mutlos gewordenen wieder auf... – Die Ufa stilisiert Diesels Erfindung als „deutsche Tat“ und betont das „titanische Ringen“ des Erfinders: „Nach drei Jahren unerhörter Anstrengungen gelingt der große Wurf: die neue Maschine, dreimal besser als alle bisherigen, läuft und ist Tatsache geworden... Anfeindungen und Rückschläge werfen den Erfinder auf das Krankenlager. Doch mit eiserner Idee reißt er sich hoch, erscheint in Berlin vor dem Patentgericht und – siegt! Ein Mann und ein Kämpfer triumphierte.“

Einführung: Philipp Stiasny

am 30.5.2008 um 21.00 Uhr
am 31.5.2008 um 19.00 Uhr

 

 

 
 
Filmarchiv