• Exponat: Zeitschrift: "Münchner Illustrierte Presse" mit einem Propagandabericht über das KZ Dachau, 1933

"Frühappell im Erziehungslager"

"Münchner Illustrierte Presse" mit einem Propagandabericht über das KZ Dachau
München, 16. Juli 1933
Inv.-Nr.: Do2 95/2880

Auf Anordnung des Leiters der Politischen Polizei in Bayern und Polizeipräsidenten von München, Heinrich Himmler, wurde am 22. März 1933 ein Konzentrationslager für 5.000 männliche Häftlinge in der Nähe von Dachau bei München errichtet. Rund vier Monate später erschien dieser Bildbericht mit dem Titel "Die Wahrheit über Dachau", nachdem im Ausland Artikel und Broschüren über das "Mörderlager Dachau" veröffentlicht worden waren. Der Bericht stellt das KZ als "normales" Erziehungslager vornehmlich für Kommunisten dar. Die NS-Propaganda machte sich dabei die "Macht der Bilder" zu nutzen: Aufnahmen zeigen sauber gekleidete Häftlinge bei Frühappell oder beim Essen. Die Propagandabilder standen im krassen Gegensatz zum Häftlingsalltag, der von Zwangsarbeit, katastrophalen hygienischen Verhältnissen und der Brutalität der Bewacher geprägt war.

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Innenpolitik
Die Fotografie im NS-Regime
Das KZ Dachau

Exponat: Zeitschrift: Münchner Illustrierte Presse mit einem Propagandabericht über das KZ Dachau, 1933 [Abbildung] Frühappell im Erziehungslager Münchner Illustrierte Presse mit einem Propagandabericht über das KZ Dachau München, 16. Juli 1933 © Deutsches Historisches Museum, Berlin Inv. Nr.: Do2 95/2880 Auf Anordnung des Leiters der Politischen Polizei in Bayern und Polizeipräsidenten von München, Heinrich Himmler, wurde am 22. März 1933 ein Konzentrationslager für 5.000 männliche Häftlinge in der Nähe von Dachau bei München errichtet. Rund vier Monate später erschien dieser Bildbericht mit dem Titel Die Wahrheit über Dachau, nachdem im Ausland Artikel und Broschüren über das Mörderlager Dachau veröffentlicht worden waren. Der Bericht stellt das KZ als normales Erziehungslager vornehmlich für Kommunisten dar. Die NS-Propaganda machte sich dabei die Macht der Bilder zu nutzen: Aufnahmen zeigen sauber gekleidete Häftlinge bei Frühappell oder beim Essen. Die Propagandabilder standen im krassen Gegensatz zum Häftlingsalltag, der von Zwangsarbeit, katastrophalen hygienischen Verhältnissen und der Brutalität der Bewacher geprägt war.

Anfragen wegen Bildvorlagen bitte unter Angabe des Verwendungszwecks an: bildarchiv@dhm.de

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