• Foto: Revolutionäre Matrosen, 1918

Revolutionäre Matrosen im U-Boot-Hafen

Kiel, vermutlich 4. November 1918
12,5 x 17,4 cm
Inv.-Nr.: BA 90/5439

Ende Oktober 1918 wurde der Plan der deutschen Seekriegsleitung bekannt, die in Wilhelmshaven liegende Hochseeflotte in einen letzten Kampf gegen die überlegene britische Marine zu führen. Angesichts der Sinnlosigkeit des Vorhabens und der zu erwartenden Opferzahlen entschloss sich ein Großteil der kriegsmüden Marinesoldaten zur Meuterei. Um den Aufstand einzudämmen, entschied die Marineführung die Verlegung von fünf Großkampfschiffen nach Kiel. Da die dort stationierten Einheiten jedoch ebenfalls zur Meuterei bereit waren, weitete sich der Aufruhr schnell aus. Am Abend des 4. November 1918 befand sich Kiel in den Händen der Aufständischen, auf den Schiffen wehten rote Fahnen. Forderungen nach der"Entmachtung der herrschenden Klasse" fanden auch in der Arbeiterschaft schnell Zustimmung; in Kiel entstand der erste Arbeiter- und Soldatenrat Deutschlands. Der Aufstand der Matrosen breitete sich innerhalb weniger Tage reichsweit aus. Dabei wurden jene Stimmen immer lauter, die eine Umgestaltung des Deutschen Reiches und die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. forderten.

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Der Matrosenaufstand 1918

Exponat: Foto: Revolutionäre Matrosen, 1918 [Abbildung] Auf einem U-Boot wurde die rote Fahne gehisst Photographie Kiel, November 1918 © Deutsches Historisches Museum, Berlin 95/2081

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