Die hektografierten Zeichnungen zeigen Soldaten bei der Befestigung eines Schützengrabens. Als der Erste Weltkrieg begann, befand sich Max Pechstein auf den Palau-Inseln in der Südsee, damals eine deutsche Kolonie östlich der Philippinen. Über Umwege kehrte er nach Deutschland zurück und wurde im Mai 1916 zum Militärdienst eingezogen. Anschließend war er an der Somme im Einsatz, zunächst als Kartenzeichner. Im Zuge der britisch-französischen Offensive gegen die deutschen Stellungen wurde er Zeuge einer monatelangen Materialschlacht, bei der von Juli bis November 1916 rund eine Million Soldaten für eine unwesentliche Verschiebung der Frontlinien ihr Leben ließen, verwundet wurden oder in Gefangenschaft gerieten. Als Pechstein am 26. Oktober 1916 diesen Brief an seinen langjährigen Künstlerfreund Alexander Gerbig schrieb, mit dem er an der Dresdner Akademie der Bildenden Künste studiert und ein Zimmer geteilt hatte, lag er mit seiner Division an der Straße nach Bapaume, einer aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage heftig umkämpften Stadt, die infolge der Kriegshandlungen völlig zerstört wurde.
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Biografie Max Pechstein
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