• Exponat: Rudolf Belling, Skulptur "Der Flieger", 1916

Der Flieger

Skulptur
Rudolf Belling (1886-1972)
Deutschland, 1916
Lindenholz
63,5 x 30,5 x 22 cm
Inv.-Nr.: 1990/548

Mit der Frühgeschichte der deutschen Fliegerei eng verbunden ist der Flugplatz in Berlin-Johannisthal. Während des Ersten Weltkrieges baute und erprobte dort das Militär neue Maschinen. In der Modellabteilung diente als Soldat der expressionistische Bildhauer Rudolf Belling. Er lieferte den hölzernen Entwurf einer Fliegerstatuette, die in Eisen gegossen als Preis für verdiente Militärflieger dienen sollte und einen neuen Typs eines Kämpfers zeigt. Er zieht nicht mehr in bunter Uniform zu Pferde, nicht mehr mit Säbel oder Pistole in den Krieg, sondern er steuert ein Flugzeug in großer Höhe und trägt dabei Sturzhelm und Kälteschutzkleidung. Der veränderte Charakter des Krieges führt zu einem neuen Erscheinungsbild seiner Soldaten. Trotz seiner expressionistischen Formensprache gibt die Statuette den 1913 eingeführten Fliegerhelm aus Stahl und Leder und die wärmende zweireihige Fliegerjacke erkennbar wieder. Selbstbewusst, mit beiden Beinen auf der Erde und angewinkelten Ellenbogen, scheint er neuen fliegerischen Herausforderungen begegnen zu wollen.

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Der Luftkrieg

Exponat: Skulptur: Der Flieger, 1916 [Abbildung] Der Flieger Skulptur: Rudolf Belling (1886-1972) Deutschland, 1916 Lindenholz, 63,5 x 30,5 x 22 cm © Deutsches Historisches Museum, Berlin Inv. Nr.: 1990/548 Von 1915 bis 1918 war Rudolf Belling in der Modellabteilung der Fliegertruppe Adlershof. Dort entstand diese Holzplastik, die in Eisen gegossen für besondere Verdienste in der Fliegertruppe verliehen wurde.

Anfragen wegen Bildvorlagen bitte unter Angabe des Verwendungszwecks an: bildarchiv@dhm.de

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