Erich Fromm 1900-1980

Psychologe

  • 1900

    23. März: Erich Fromm wird in Frankfurt/Main als Sohn des jüdischen Weinhändlers Naphtali Fromm und dessen Frau Rosa (geb. Krause) geboren.

  • 1913

    Fromm beginnt sich intensiv mit Talmudstudien und mit den Schriften von Ernst Bloch zu beschäftigen.

  • 1918

    Nach dem Abitur studiert Fromm in Frankfurt/Main zwei Semester Jura.

  • 1919

    In Heidelberg studiert er Soziologie, Psychologie und Philosophie und setzt seine Talmudstudien fort.

  • 1920

    Fromm ist Mitgründer des Freien Jüdischen Lehrhauses und arbeitet mit Walter Benjamin zusammen.

  • 1922

    Promotion über "Das jüdische Gesetz. Ein Beitrag zur Soziologie des Diaspora-Judentums".

  • 1926

    Heirat mit der Psychoanalytikerin Frieda Reichmann.
    Fromm wendet sich vom orthodoxen Judentum ab und stellt seine religiösen Studien ein.

  • 1926-1929

    In München studiert er Psychologie und Psychiatrie bei Karl Landauer (1887-1945).

  • 1929

    Mitbegründung des Süddeutschen Instituts für Psychoanalyse in Frankfurt/Main.
    Abschluß seiner Ausbildung am Psychoanalytischen Institut in Berlin.

  • 1930

    Fromm wird von Max Horkheimer (1895-1973) an das Frankfurter Institut für Sozialforschung berufen. Dort arbeitet er mit Herbert Marcuse und Theodor W. Adorno zusammen.

  • 1931

    Trennung von Frieda Reichmann, von der er 1942 geschieden wird.

  • 1932

    Fast ein volles Jahr verbringt Fromm wegen einer Tuberkulose-Erkrankung in Davos (Schweiz).

  • 1934

    Zusammen mit dem Institut für Sozialforschung emigriert er nach New York und eröffnet dort eine psychoanalytische Praxis.

  • 1934-1939

    Fromm hält Vorlesungen an der New-Yorker Columbia-Universität.

  • 1939

    Austritt aus dem Institut für Sozialforschung, womit er gegen die Aufnahme Adornos als volles Institutsmitglied protestiert.

  • 1940

    Fromm erhält die US-amerikanische Staatsangehörigkeit.

  • 1941

    Mit seinem Buch "Die Furcht vor der Freiheit" wird er zum bedeutenden Vertreter der Neo-Psychoanalyse, welche die Psychoanalyse Sigmund Freuds anders interpretiert und andere Triebe sowie gesellschaftliche Faktoren betont.

  • 1941-1950

    Professor für Psychologie in Vermont (USA).

  • 1944

    Heirat mit Henny Gurland.

  • 1947

    Veröffentlichung von "Psychoanalyse und Ethik".

  • 1949

    Fromm siedelt nach Mexico City über, wo er eine Praxis eröffnet.

  • 1951

    Außerordentliche Professur für Psychoanalyse an der Staatsuniversität in Mexico City.

  • 1952

    Tod seiner zweiten Ehefrau.

  • 1953

    Fromm heiratet Annis Freeman, mit der er nach Cuernavaca in der Nähe von Mexico City umzieht.

  • 1956

    Sein Buch "Die Kunst des Liebens" wird über die Fachwelt hinaus ein großer Erfolg.

  • 1957

    Engagement in der amerikanischen Friedensbewegung gegen die Atomwaffenpolitik der USA.

  • 1963

    Eröffnung des Mexikanischen Psychoanalytischen Instituts.

  • 1965

    Fromm wird emeritiert und gibt zusammen mit Marcuse, Bloch und anderen das Sammelwerk "Humanist Socialism" heraus.

  • 1968

    Nach einem Herzinfarkt zieht er sich aus dem öffentlichen Leben zurück.

  • 1974

    Fromm siedelt nach Muralto (Tessin) über, wo er bereits zahlreiche Sommeraufenthalte verbracht hat.

  • 1976

    Veröffentlichung von "Haben oder Sein".

  • 1977

    Fromm erleidet einen zweiten Herzinfarkt.

  • 1980

    18. März: Erich Fromm stirbt in Muralto. Fünf Tage nach seinem Tod erscheint die Gesamtausgabe seiner Werke.

  • 1981

    Postume Verleihung der Frankfurter Goethe-Plakette.

(mw)
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