Heinrich Zille 1858-1929

Grafiker, Zeichner, Fotograf

  • 1858

    10. Januar: Rudolf Heinrich Zille wird als Sohn des Uhrmachers und Feinschlossers Johann Traugott Zille und dessen Frau Ernestine Louise (geb. Heinitz) in Radeburg bei Dresden geboren.

  • 1867

    November: Die Familie zieht nach Berlin.

  • 1872

    Zille beendet seine Schulzeit. Gegen den Willen seiner Eltern beginnt er in Berlin eine Ausbildung als Lithograph. Gleichzeitig studiert er als Abendschüler an der "Königlichen Kunstschule" bei Theodor Hosemann (1807-1875).

  • 1874

    Abschluss der Studien.

  • 1877

    Zille wird als Geselle bei der Photographischen Gesellschaft in Berlin angestellt.

  • 1880-1882

    Militärdienst in Frankfurt/Oder und Sonneburg.

  • 1883

    15. Dezember: Heirat mit Hulda Frieske, Tochter eines Nadlermeisters. Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor.

  • 1901

    Zilles Arbeiten werden von der "Berliner Secession" ausgestellt. Er veröffentlicht seine Zeichnungen in den Zeitschriften "Simplicissimus", "Jugend" und "Die lustigen Blätter".

  • 1903

    Aufnahme in die "Berliner Secession".

  • 1907

    Nach 30-jähriger Anstellung wird Zille von der Photographischen Gesellschaft entlassen. Fortan lebt er als freischaffender Künstler.

  • 1908

    Veröffentlichung seiner Zeichnungen in dem Bilderband "Kinder der Straße" sowie in weiteren Mappenwerken. Seine Werke stellen das Leben und Milieu des Proletariats sozialkritisch und liebevoll dar.

  • 1913

    Er wird Vorstandsmitglied der "Freien Secession", nachdem sich diese von der "Berliner Secession" abgespalten hat.
    Der Bildband "Mein Milljöh" sowie die Zyklen "Hurengespräche" und "Berliner Luft" erscheinen.

  • 1919

    Tod seiner Frau.

  • 1924

    Aufnahme in die Preußische Akademie der Künste auf Vorschlag von Max Liebermann und gleichzeitige Verleihung des Professorentitels.

  • 1925

    Durch Filme wie "Die Verrufenen. Der fünfte Stand" wird sein Name unabhängig von seiner Person zunehmend kommerzialisiert.

  • 1928

    Zilles Popularität findet ihren Höhepunkt in großen Feierlichkeiten zu seinem 70. Geburtstag. Retrospektive "Zilles Werdegang" im Märkischen Museum.

  • 1929

    9. August: Heinrich Zille stirbt in Berlin-Charlottenburg und erhält ein Ehrenbegräbnis in Stahnsdorf. Erst nach seinem Tod wird seine Bedeutung als Fotograf erkannt.

Levke Harders, Markus Rehnert
17. September 2014
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