Deutsches
Historisches
Museum
Der Kampf um das tägliche Brot -
Nahrungsmittelproteste im 19. Jahrhundert
Abbildungen, Detailansicht 16 von 16
Bekanntmachung des Berliner Magistrats, 27. Mai 1848 Bekanntmachung des Berliner Magistrats,
27. Mai 1848.

Unter dem Druck von Zusammenrottungen und Aufmärschen arbeits- und einkommensloser Menschen suchten die Kommunen bei
Beginn der Revolution die Lage durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
zu entspannen.
Der Berliner Magistrat ließ u. a. in
Rummelsburg und Treptow Straßenbauarbeiten durchführen. Die Erdarbeiter, überwiegend arbeitslose und verarmte Handwerksmeister
und -gesellen, Fabrik-, Manufaktur- und Heimarbeiter, die der schweren körperlichen
Arbeit nach den Hungerjahren nicht gewachsen waren, lehnten jedoch die geforderte
Akkordarbeit ab.
Es folgten schwere Auseinandersetzungen, bei denen Bürgerwehren aus Furcht vor "Pöbelherrschaft" zunehmend gegenrevolutionäre Ordnungsfunktionen übernahmen.

Druck: A. W. Hayn, 42,5 x 26,8 cm.

Berlin, Deutsches Historisches Museum, Bestand Zeughaus (Do. 56/1475).
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