• Exponat: Photo: Buber, Martin

Martin Buber

Fotografin: Tita Binz
um 1937
37,8 x 28,7 cm
Inv.-Nr.: Ph 95/242

Martin Buber wurde am 8.2.1878 in Wien als Kind einer jüdischen Familie geboren; sein Großvater, in dessen Haus in Lwow (Lemberg) in Galizien Buber einen wesentlichen Teil seiner Kindheit erlebte (die Ehe seiner Eltern war zerbrochen), war ein sehr angesehener Gelehrter auf dem Gebiet der jüdischen Tradition und Literatur. Buber studierte in Wien, Leipzig, Berlin, Zürich und schloss sich früh der zionistischen Bewegung an, mehr aus religiösen und kulturellem Antrieb als aus politischen Motiven. Er gab eine angesehene jüdische Zeitschrift heraus und lehrte von 1924 bis 1933 an der Universität Frankfurt/Main jüdische Religionsphilosophie. Zur gleichen Zeit wirkte er mit Franz Rosenzweig (1886-1929) am "Freien Jüdischen Lehrhaus" und arbeitete, ebenfalls gemeinsam mit Rosenzweig, an seiner bedeutenden neuen Übersetzung des Alten Testaments ins Deutsche., In den ersten Jahren von Hitlers Herrschaft blieb er in Deutschland und arbeitete am Aufbau einer jüdischen Erwachsenenbildung. 1938 musste er emigrieren und hat von da an, unterbrochen durch zahlreiche Reisen, als Professor an der Hebrew University in Jerusalem gewirkt. Mit Nachdruck hat er sich für eine Verständigung der Israeli mit den Arabern eingesetzt, nach dem Krieg auch für die Wiederaufnahme des Gesprächs mit deutschen Denkern und Institutionen. Am 13.6.1965 ist er gestorben.

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Philosophie in der Weimarer Republik

[Abbildung] Martin Buber Photographie Tita Binz 37,8 x 28,7 cm DHM, Berlin Ph 95/242Deutsches Historisches Museum, Berlin LeMO de Philosoph/in Buber, Martin Binz, Tita

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