• Exponat: Zeitschrift: Italia liberata, 1944

"Italia liberata"

Titelblatt einer faschistischen Zeitschrift mit rassistischem Motiv
Italien, 1944
36 x 28,5 cm
Inv. Nr.: Do2 91/452
Während des alliierten Vormarsches in Italien veröffentlichten die Faschisten unter starker Betonung negroider Züge zahlreiche rassistische Karikaturen schwarzer US-Soldaten wie diese: Mit der im Pariser Louvre stehenden "Venus von Milo" hält der als barbarisch und unzivilisiert skizzierte Soldat eine der bedeutendsten Skulpturen der Antike zur Mitnahme in seinem Arm ? verscherbelt für nur zwei Dollar. Mit den sarkastisch-rassistischen Karikaturen wollten die Faschisten davor warnen, was die Bevölkerung im "befreiten Italien" und im übrigen Europa bei einem Sieg der Alliierten zu erwarten hätte: Das Ende von zivilisierter abendländischer Kultur und Christentum. Zugleich sollte dieses Propagandamotiv beim Betrachter keinen Zweifel aufkommen lassen, dass es nicht nur bei einer "kulturellen Vergewaltigung" antiker Frauenskulpturen bleiben werde. Zwar fiel solch reißerische Propaganda 1944/45 noch immer auf fruchtbaren Boden. In Italien aber mehrte sich der Wunsch nach einem Ende des Faschismus, der deutschen Besatzung und des Krieges.
Exponat: Zeitschrift: Italia liberata, 1944 [Abbildung] Italia liberata Titelblatt einer faschistischen Zeitschrift mit rassistischem Motiv Italien, 1944 36 x 28,5 cm © DHM, Berlin Do2 91/452 Während des alliierten Vormarsches in Italien veröffentlichten die Faschisten unter starker Betonung negroider Züge zahlreiche rassistische Karikaturen schwarzer US-Soldaten wie diese: Mit der im Pariser Louvre stehenden Venus von Milo hält der als barbarisch und unzivilisiert skizzierte Soldat eine der bedeutendsten Skulpturen der Antike zur Mitnahme in seinem Arm ? verscherbelt für nur zwei Dollar. Mit den sarkastisch-rassistischen Karikaturen wollten die Faschisten davor warnen, was die Bevölkerung im befreiten Italien und im übrigen Europa bei einem Sieg der Alliierten zu erwarten hätte: Das Ende von zivilisierter abendländischer Kultur und Christentum. Zugleich sollte dieses Propagandamotiv beim Betrachter keinen Zweifel aufkommen lassen, dass es nicht nur bei einer kulturellen Vergewaltigung antiker Frauenskulpturen bleiben werde. Zwar fiel solch reißerische Propaganda 1944/45 noch immer auf fruchtbaren Boden. In Italien aber mehrte sich der Wunsch nach einem Ende des Faschismus, der deutschen Besatzung und des Krieges.

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