Albert Leo Schlageter 1894-1923

Soldat, Freikorpskämpfer

  • 1894

    12. August: Albert Leo Schlageter wird als siebtes Kind einer Bauernfamilie in Schönau im Schwarzwald geboren.

  • 1909

    Schlageter kommt als Zögling des erzbischöflichen Generalkonvikts nach Freiburg (Breisgau). Auf einem katholischen Gymnasium bereitet er sich auf den geistlichen Beruf vor.

  • 1914

    August: Eintritt als Freiwilliger in das 76. Feldartillerie-Regiment.

  • 1915/16

    Erster Fronteinsatz im Ersten Weltkrieg in Flandern, danach an der Somme und bei Verdun.

  • 1917

    Schlageter wird zum Leutnant ernannt.

  • 1918

    Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse.
    Dezember: Entlassung aus dem Heeresdienst.

  • 1919

    Immatrikulation an der volkswirtschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg, kurz darauf Eintritt in das Freikorps Medem und Teilnahme an den Kämpfen im Baltikum.

  • 1920

    März: Als Angehöriger der dritten Marinebrigade ist Schlageter an der Zerschlagung des linken "Märzaufstands" beteiligt.
    Nach Auflösung der Marinebrigade geht Schlageter als Landarbeiter nach Ostpreußen.

  • 1921

    Januar: Er schließt sich dem Freikorps Hauenstein in Oberschlesien an und nimmt an Kämpfen gegen polnische Freischärler teil.

  • 1923

    Januar: Teilnahme am ersten Parteitag der NSDAP in München.
    März: Die Ruhrbesetzung durch französisches und belgisches Militär löst aktiven und passiven Widerstand aus. Schlageter organisiert und leitet einen Stoßtrupp für Sabotageakte gegen die Besatzungstruppen.
    7. April: Schlageter wird in Essen verhaftet.
    7. Mai: Ein französisches Militärgericht verurteilt Schlageter zum Tode.
    26. Mai: Albert Leo Schlageter wird in Düsseldorf hingerichtet.
    10. Juni: In München findet auf Initiative der NSDAP eine Gedächtnisfeier für Schlageter statt. Er wird fortan als Märtyrer der nationalsozialistischen Bewegung geehrt.
    21. Juni: Karl Radek würdigt die Tat Schlageters und löst damit eine scharfe Kontroverse innerhalb der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) über das Verhältnis zur "nationalrevolutionären Rechten" aus.

Andreas Michaelis
14. September 2014

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