ÜBER DAS EISMEER

Vordringen
in hohe Breitengrade der Unendlichkeit.
Die POLARSTERN das Eismeer schneidend.
Knacken, knirschen, ächzen, schwappen.

Dann die Navigation dem Meer anvertrauen.
Im gefrorenen Ozean treiben lassen.
Gelassen bleiben.
Tänzelnd driftend im Nordmeer.

Der Sonnenstern
seit Monaten auf der anderen Seite,
durch die tiefe, kalte Nacht
ins scheinbare Nichts eingehen.

Das Forschungsfeld indes leuchtend.
Auf einer Scholle im Polarmeer lebend,
die Geheimnisse der weißen Wüste entlocken.

Unter dem Eis das Meer.
Existenzen ahnen,
Kreisläufe verstehen,
Welt entschlüsseln.

Endlichkeiten begreifen.

Staunen.

Dieser Beitrag wurde im Rahmen der Blogparade #DHMMeer von Christine Geiszler verfasst.