1891-1968

[Photo: John Heartfield, 1934]

[Photo: John Heartfield, 1966]

[Photo: John Heartfield, 1966]



John Heartfield

Maler, Graphiker, Photomontagekünstler, Bühnenbildner



1891
19. Juni: Helmut Herzfelde wird als erster Sohn des Schriftstellers Franz Herzfelde in Berlin-Schmargendorf geboren.

1898
Tod der Eltern.

1905/06
Lehre als Buchhändler in Wiesbaden.

1908-1911
Studium an der Münchner Kunstgewerbeschule.

1912
Übersiedlung nach Mannheim, wo Herzfelde als Graphiker arbeitet.

1913/14
Nach seiner Rückkehr nach Berlin studiert er an der Kunst- und Handwerkerschule in Charlottenburg.

1915/16
Teilnahme am Ersten Weltkrieg.

1916
Herzfelde gründet mit seinem Bruder Wieland Herzfelde den Verlag "Neue Jugend" und nennt sich fortan John Heartfield.
Bekanntschaft mit George Grosz.

1917
Mitbegründer des Malik-Verlags in Berlin.

1919
Eintritt in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD).

ab 1919
Mitarbeit an den linken satirischen Blättern "Die Pleite" und "Der Knüppel".

ab 1920
Heartfield tritt bei Veranstaltungen der Berliner Dada-Gruppe auf und entwickelt in der Folgezeit unter dem Einfluß von Grosz die künstlerische Form der politischen Photomontage.
Heartfield entwirft erste Bühnenbilder für Erwin Piscator und Max Reinhardt.

1921
Gestaltung von Einbänden und Schutzumschlägen für verschiedene Verlage.

1923
Mitarbeit an der satirischen Zeitung "Der Knüppel".

1929
Photos und Photomontagen zur Kurt Tucholskys "Deutschland, Deutschland über alles".

1930
Heartfield wird ständiger Mitarbeiter der "Arbeiter-Illustrierten-Zeitung" (AIZ).

1933
April: Flucht nach Prag und dort Wiederaufnahme der Arbeit mit dem Malik-Verlag und der AIZ.

1934
Heartfield beteiligt sich an der Karikaturenausstellung Kunstvereins Mánes in Prag. Protestnote des deutschen Gesandten.

1938
Dezember: Flucht über Paris nach London, wo er sich weiterhin aktiv am Widerstand gegen das NS-Regime beteiligt.

1940
Durch die Einweisung in englische Internierungslager verschlechtert sich Heartfields Gesundheitszustand.

1950
Rückkehr nach Deutschland. Heartfield lebt zunächst in Leipzig. Gemeinsam mit seinem Bruder Wieland arbeitet er für Verlage, Theater und Organisationen der DDR.

1951
Erster Herzinfarkt.

1952
Zweiter Herzinfarkt.

1956
Übersiedlung nach Berlin, wo er als freischaffender Künstler für Theater und Verlage arbeitet.
Mitglied der Akademie der Künste durch den Einsatz von Stefan Heym.

1957
Erste große Nachkriegsretrospektive. Nationalpreis für Kunst und Literatur der DDR.

1960
Heartfield erhält eine Professur an der Berliner Kunstakademie.

1961
Verleihung des Deutschen Friedenspreises.

1968
26. April: John Heartfield stirbt in Ost-Berlin.

(dw)

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