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  BERLIN.DOKUMENT

 

BERLIN.DOKUMENT

 

BERLIN.DOKUMENT – unter diesem Titel präsentiert das Zeughauskino monatlich ein Programm mit dokumentarischen Aufnahmen von Berlin. Die Veranstaltungen im April und Mai stellen Kurzfilme aus den 1930er und 1940er Jahren vor, zunächst Aufnahmen von der Umgestaltung Berlins nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 und im Mai Berlin-Aufnahmen aus den Bereichen Fernsehen, Theater und Unterhaltung. Eingeführt werden die Programme von Jeanpaul Goergen, der die Reihe konzipiert und kuratriert hat.

 

BERLIN.DOKUMENT
Berlin in den Dreißiger Jahren (9) – Machtübergabe und Umgestaltung Berlins


Deulig-Tonwoche Nr. 57/1933
D 1933, 11’ 35 mm

Fackelzug von SA und Stahlhelm vor dem Brandenburger Tor in Berlin (AvT)
D 1933, 1’ 35 mm

In Berlin
D 1935, 3’ 35 mm

August Wetthauer: Fahnenschmuck in Berlin anlässlich des Mussolini-Besuchs am 28.9.1937 (AvT)
D 1937, 2’ 16 mm, stumm

Aus erster Quelle
D 1942, 2’ 35 mm

Berlin mal ganz anders
D 1939, 20’ 35 mm

Das Wort aus Stein
D 1939, 20’ 35 mm

Parade
D 1939, 20’ 35 mm

Bauten im neuen Deutschland
D 1941, 13‘ 35 mm

Kurzfilme aus dem nationalsozialistischen Berlin. Der improvisierte Bericht der Ufa- und Deulig-Wochenschau von der Machtübergabe an die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 ist noch weit entfernt von den heroischen Inszenierungen späterer Propagandafilme. Allerdings ist bereits ein kurzer Farbfilm über den Fackelzug von SA und Stahlhelm vor dem Brandenburger Tor wirkungsmächtig nachgestellt. Ein ebenfalls farbiger Amateurfilm zeigt den opulenten Fahnenschmuck in Berlin anlässlich des Mussolini-Besuchs am 28. September 1937. Auf den ersten Blick unverfängliche Kurzwerbefilme, die im Vorprogramm der Kinos liefen, verweisen indirekt auf die Ausschaltung der Juden aus Handel und Wirtschaft. Berlin mal ganz anders (1939) stellt die „Schönheiten und das Gemeinschaftsleben“ von Weißensee vor. In Parade (1939) dient Berlin als Kulisse für den Aufmarsch zu Hitlers Geburtstag. Das Wort aus Stein. Ein Film von den Bauten des Führers (1939) und Bauten im neuen Deutschland (1941) zeigen die Umgestaltung Berlins im Kontext anderer nationalsozialistischer Bauvorhaben. (jg)
Wir danken Frau Göwert und der Agentur Karl Höffkes für die Genehmigung, den Film August Wetthauer: Fahnenschmuck in Berlin anlässlich des Mussolini-Besuchs am 28.9.1937 vorführen zu dürfen.
Einführung: Jeanpaul Goergen

am 4.4.2013 um 20.00 Uhr
am 7.4.2013 um 18.30 Uhr


BERLIN.DOKUMENT
Berlin in den Dreißiger Jahren (10) – Fernsehen, Theater, Unterhaltung


Hinter den Kulissen des Zoo
D 1936, 15‘ 35 mm

Flughafen Tempelhof (AvT)
D 1937, 11‘ 35 mm

Jugend im Tanz
D 1938, 16‘ 35 mm

Schlossstraße Steglitz
D ca. 1938 35 mm

Berlin 1938 (AvT)
D 1938, 7‘ 35 mm

KdF-Reitschule in Frohnau (AvT)
D ca. 1938, 8‘ 35 mm

Schiller-Theater
D 1938, 14‘ 35 mm

Einweihung des Heeresbrieftauben-Denkmals in Spandau im August 1939
D 1939, 4‘ 35 mm

Zeit im Bild – Nachwuchs. Ein Film von der Deutschen Tanzschule Berlin D 1943, 10‘ 35 mm

Radrennen am Gesundbrunnen (AvT)
D 1943, 6‘ 35 mm

Programm mit Kurzfilmen, unidentifizierten Berlin-Aufnahmen sowie Berichten des Deutschen Fernsehrundfunks. Hinter den Kulissen des Zoo (1936) über einen Tag im Berliner Zoo, Jugend im Tanz (1938) über die Ausbildung in der Ballettschule des Deutschen Opernhauses Charlottenburg und Nachwuchs (1943) über die Deutsche Tanzschule Berlin liefen jeweils im Vorprogramm der Kinos. Ein unidentifizierter, nur stumm überlieferter Film enthält neben Stadtansichten auch seltene Aufnahmen der Neuen Synagoge und jüdischer Läden in der Oranienburger Straße. Im Gegensatz zu den Kinofilmen sind die Filmberichte des nationalsozialistischen Fernsehens vor allem als Reportagen angelegt. 1938 besucht das Fernsehen eine Reitschule in Frohnau. Es spricht zur Eröffnung des Schiller-Theaters am 15. November 1938 mit dessen Intendanten Heinrich George, wohnt im August 1939 der Einweihung eines Heeresbrieftauben-Denkmals in Spandau bei und berichtet noch am 30. Mai 1943 von einem Radrennen am Gesundbrunnen. (jg)
Einführung: Jeanpaul Goergen

am 9.5.2013 um 20.00 Uhr
am 10.5.2013 um 18.30 Uhr

 

 
 
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