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  BERLIN.DOKUMENT

 

BERLIN.DOKUMENT

BERLIN.DOKUMENT – unter diesem Titel präsentiert das Zeughauskino monatlich ein Programm mit dokumentarischen Aufnahmen von Berlin. Die Veranstaltungen im Juni und Juli beschließen die Vorführung von Filmen aus den 1920er Jahren. Mit dem Programm, das sich in der Langen Nacht der Museen am 25. August der 700-Jahr-Feier Berlins im Sommer 1937 widmet, starten wir eine Reihe von Programmen, die Filme aus der Zeit des Nationalsozialismus vorstellen.

 

BERLIN.DOKUMENT
Berlin in den Zwanziger Jahren (6)

Politische Unruhen, Wahlkämpfe und Propagandafilme


Kurzfilmprogramm über die politischen Auseinandersetzungen und Kämpfe im Berlin der Zwischenkriegszeit. Volkstribunen bei den Spartakisten in der Siegesallee zeigt die Besetzung des Berliner Zeitungsviertels während des Spartakusaufstands Anfang Januar 1919. Nur in der Werbung gelingt es, die politischen Gegner zu besänftigen – nach einem Glas Sekt der Marke Kupferberg Gold vertragen sich auch Feindliche Brüder (1920) wieder. Der Film Wahlpropaganda zur Reichspräsidentenwahl in Berlin (1925) dokumentiert den Straßenwahlkampf der Parteien. Zahlreiche Anhänger bejubeln den Einzug des neuen Reichspräsidenten von Hindenburg in Berlin am 20. Mai 1925. Die kommunistische Filmproduktion zeigt in Rote Pfingsten (1928) die Marschkolonnen des Roten Frontkämpferbundes, der zu einem Reichstreffen nach Berlin geladen hatte. Ein Jahr später forderte der Polizeieinsatz während der verbotenen Demonstration am 1. Mai 1929 in Berlin zahlreiche Todesopfer. Filmamateure der Kommunistischen Partei filmten diesen sogenannten „Blutmai 1929“ – ihr Film 1. Mai – Weltfeiertag der Arbeiterklasse enthält die einzigen, heute immer wieder zitierten Bewegtbilder von gewalttätigen Straßenkämpfen in der Weimarer Republik. In Deutschland erwacht feiern die Nationalsozialisten ihre Stimmengewinne bei der Wahl zur Berliner Stadtverordnetenversammlung am 17. November 1929. – Der 1955 entstandene Kompilationsfilm Berliner Erinnerungen (1919-1933) mit Aufnahmen aus einem privaten Filmarchiv blickt auf Glanz und Elend der Weimarer Jahre zurück. (jg)

Klavierbegleitung: Eunice Martins
Einführung: Jeanpaul Goergen

am 13.6.2012 um 20.00 Uhr
am 16.6.2012 um 18.30 Uhr






BERLIN.DOKUMENT
Berlin in den Zwanziger Jahren (7)

Zwischen Tourismuswerbung und sozialer Anklage – Facetten einer Metropole

In So This is Berlin von Mitte der 1920er Jahre erkundet ein amerikanischer Tourist die Hauptsehenswürdigkeiten der Reichshauptstadt. 1928 vergleicht der Kulturfilm Mit der Kamera durch Alt-Berlin (1928) alte Zeichnungen und Stiche mit der Gegenwart. Vermutlich aus einer amerikanischen Wochenschau von Ende der 1920er Jahre stammen seltene Aufnahmen des Berliner Stadtschlosses. Von dem abendfüllenden Fremdenverkehrsfilm Vorwärts im neuen Berlin von 1927 ist nur der 2. Teil: Berlin, wie der Fremde es sehen sollte... und vielleicht auch mancher Berliner – ! überliefert: Er enthält seltene Aufnahmen von Orten und Plätzen, die sonst in Berlin-Filmen nicht vorkommen. Streifzüge durch Berlin (1929) führt vom Potsdamer Platz zum Kreuzberg und vom Lützowplatz zum Westhafen. Die Wohnungsnot des Proletariats zeigt der sozialkritische Film Zeitprobleme. Wie der Arbeiter wohnt (1930) auf, während der im gleichen Jahr entstandene Montagefilm Im Schatten der Weltstadt die schroffen Gegensätze der Metropole anklagt. Der für den englischsprachigen Raum bestimmte Werbefilm Magnificent Berlin (1929/30) lässt noch einmal die touristischen Hotspots Revue passieren und lockt mit den nächtlichen Vergnügungen in den Tanzcafés und Varietés. (jg)

Klavierbegleitung: Eunice Martins
Einführung: Jeanpaul Goergen

am 15.7.2012 um 18.30 Uhr
am 17.7.2012 um 20.00 Uhr






BERLIN.DOKUMENT
Berlin in den Dreißiger Jahren (1)

Mit Straßenbahn und Autobus durch Berlin
D 1937, R: Hans Cürlis, 12‘ 35 mm

700 Jahre Berlin. Ein Film-Dokument von der 700-Jahr-Feier der Reichshauptstadt Berlin
D 1938, R: Fritz Griepe, 62‘ 35 mm

Während die 700-Jahr-Feier Berlins im Sommer 1937 die Geschichte der Stadt in die nationalsozialistische Weltsicht presste, verzichtete man auf eine ebenso propagandistisch aufgeladene filmische Dokumentation der Feiern. Neben einigen Berichten in der Wochenschau wurde die 700-Jahr-Feier nur in einem stummen Film des Städtischen Filmarchivs festgehalten, der sich auf eine nüchterne Dokumentation beschränkte. Zu sehen sind unter anderem die Freigeländeschau „700 Jahre Berlin“ am Funkturm, die Eröffnungsfeierlichkeiten, die Abnahme des Festzuges durch den Berliner Gauleiter und Propagandaminister Joseph Goebbels, die Eröffnung des „Stralauer Fischzuges“ auf den Treptower Spielwiesen sowie das Sportfest der Berliner Schulen auf dem Mommsen-Sportplatz in Eichkamp. Ferner werden Ausschnitte aus Sonderveranstaltungen der Berliner Bezirke wie dem Sportfest der Polizei-Offiziersschule in Köpenick und einem historischen Reiterfest in Zehlendorf gezeigt. Der Film endet mit dem Feuerwerk auf dem Königsplatz und dem Festspiel „Berlin in sieben Jahrhunderten deutscher Geschichte“ im Olympia-Stadion. – Im Vorprogramm erkundet in einem weiteren stummen Archivfilm ein Steppke Berlin mit Straßenbahn und Autobus. (jg)

Klavierbegleitung: Eunice Martins
Einführung: Jeanpaul Goergen

am 25.8.2012 um 19.00 Uhr und 21.00 Uhr

 

 
 
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