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Sommer 1945. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, die Deutschen sind besiegt. Jan Reiner, Major der polnischen Armee, kehrt in sein Heimatdorf im ehemaligen Schlesien zurück, um das Kommando in der örtlichen Kaserne zu übernehmen. Hier ist er einst als Pole zwischen Deutschen aufgewachsen, hier findet er seine Familie wieder sowie alte Freunde, mit denen er auf Deutsch spricht – sehr zum Missfallen seiner jungen Ehefrau Wanda, die im Krieg alles verloren hat. Das Misstrauen im Dorf ist groß: Was hat dieser Major im Sinn und vor allem, was beabsichtigt sein Cousin Willy, der auf Seiten der SS gekämpft hatte und sich jetzt unter gefangenen Wehrmachtssoldaten versteckt?

Dorfkrimi trifft auf Kriegsdrama in einem Film, der von zwei Cousins erzählt, von denen sich der eine als Pole und der andere als Deutscher sieht. „Der Major im Visier gehört in die Reihe jener polnischen Filme, die den Neubeginn in Volkspolen schildern. Er (…) ist ein Film, der die notwendige, weltanschauliche Auseinandersetzung als Voraussetzung für das Wachsen polnisch-deutscher Freundschaft begreifbar macht.“ (Berliner Zeitung, 27.9.1973) (mbh).

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