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Ali au pays des merveilles

Zwei poetische, wütende Dokumentarfilme klagen Anfang der 1970er Jahre den Rassismus, Klassismus und die Ausbeutung der migrantischen Bürger*innen Frankreichs an. Der Maler Alain Bonnamy und die Musikerin Djouhra Abouda ziehen in Ali au pays de merveilles alle Register der kinematographischen Ausdrucksmöglichkeiten, um den algerischen Arbeitsmigrant*innen eine Stimme zu geben. Zeitlupe, Zeitraffer, Verzerrungen von Bild und Ton, Doppelbelichtungen, Split Screens und expressive Musik kreieren einen kaleidoskopartigen Blick auf die Lebensrealität der Protagonist*innen im titelgebenden „Wunderland“, in dem die Kontinuitätslinien zwischen kolonialer Herrschaft und systematischer Unterdrückung von Mitgliedern der afrikanischen Diaspora deutlich werden.

Den Zusammenhang zwischen dem Reichtum des westlichen Kapitalismus und der Ausbeutung des Globalen Südens bringt Med Hondo in den letzten Minuten seines Films Mes voisins auf den Punkt. Der fragmentarisch vorliegende Film verwebt Interviews der arabischsprachigen Protagonist*innen mit einem Chanson, das fordert: „Kommt und schaut euch eure Nachbar*innen an!“ (mbh)

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