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Wissenschaftler*innen spielen in Screwball-Komödien immer wieder eine zentrale Rolle – aber so viele wie in Howard Hawks’ Ball of Fire sind wohl selten zusammengekommen: Ganze acht Professoren aus unterschiedlichen Disziplinen (und mit tollen Namen wie Dr. Odds und Dr. Magenbruch) arbeiten nun bereits seit sieben Jahren an einer großen Enzyklopädie und haben sich dafür in einem eigenen Haus eingerichtet. Sprachwissenschaftler Bertram Potts (Gary Cooper) steht nun aber vor einem echten Problem: Er muss den Eintrag zum Begriff „Slang“ schreiben, hat jedoch seit Jahren das Haus nicht verlassen. Der Konflikt führt ihn geradewegs auf die Straße, mitten ins Leben – und in die Arme von Nachtclub-Tänzerin Sugarpuss O‘Shea (Barbara Stanwyck). Die nutzt kein anderes als Slang-Vokabular, braucht als Freundin eines polizeilich gesuchten Gangsterbosses ohnehin gerade einen Platz zum Schlafen und zieht deshalb kurzerhand in die Wissenschafts-WG ein. 

Anders als es der deutsche Titel Die merkwürdige Zähmung der Gangsterbraut Sugarpuss vermuten lässt, sind es eher die an die sieben Zwerge aus Schneewittchen angelehnten Professoren, die sich nun mit deutlich konkreteren Konflikten befassen müssen als in ihren Lexikoneinträgen – und in einem wahnwitzigen Showdown ihre eigene Ungezähmtheit entdecken. (tk)

Ball of Fire

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