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Einführung: Louise von Plessen

Eingebettet in dokumentarische Szenen aus dem Alltag der Dorfgemeinschaft von Bedulu erzählt Die Insel der Dämonen die Liebesgeschichte von Wajan, Sohn der Leak (Hexe), und Sari, Tochter des Kaufmannes Lombos. Als das Dorf von einer Epidemie heimgesucht wird, ruft der Priester zum rituellen Kampf zwischen Schutzgott Barong und Todesgöttin Rangda auf. Erst wenn das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse wiederhergestellt ist, können Wajan und Sari zusammenfinden. 

In expressionistischen Licht- und Schattenwelten – inspiriert von Robert Flaherty, Friedrich Wilhelm Murnau und Sergei Eisenstein – drehte der jüdische Regisseur Friedrich Dalsheim diesen semidokumentarischen Film vor seiner Emigration aus Nazi-Deutschland. Das Drehbuch verfasste er vor Ort in monatelanger Zusammenarbeit mit Expeditionsleiter Victor von Plessen, Künstler und Bali-Experte Walter Spies, einem Hindupriester sowie dem indigenen Fürsten Anak Agung Gede Ngura. Balinesische Laiendarsteller*innen spielen sich selbst. Die von Spies choreographierten Tänze im Originalton – insbesondere der von Männern getanzte Kecak – gehören zu den eindrucksvollsten Einstellungen dieser romantisierten Ethnographie. (lvp)

Louise von Plessen arbeitet kuratorisch, organisatorisch und redaktionell für Ausstellungen und Publikationen.

Die Insel der Dämonen