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„Besondere Kennzeichen?” – „Er ist unsichtbar!” In seinem zweiten Beitrag zur Mabuse-Reihe der CCC-Film tritt Reinl selbstbewusst aus dem langen Schatten der Fritz-Lang-Klassiker. Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse setzt weniger auf düstere Paranoia, als auf eine spielerische Anverwandlung klassischer Science-Fiction-Motive. Im Zentrum der Intrige, die zu durchdringen der aufrechte FBI-Agent Joe Como (Lex Barker) lange Zeit seine liebe Mühe hat, steht zunächst in der Tat nicht der Superschurke Mabuse selbst, sondern der Wissenschaftler Erasmus (Rudolf Fernau), der eine Apparatur konstruiert hat, die Menschen unsichtbar macht. Er selbst hofft, dadurch in die Nähe der von ihm angebeteten Tänzerin Liane (Karin Dor) zu gelangen. Freilich weckt die Erfindung des Professors bald andere Begehrlichkeiten.

Schwebende Operngläser, sich vervielfältigende Horror-Clowns, Guillotinen, die mal auf falsche, mal auf echte Hälse niedersausen: Reinls wendige Regie umarmt durchweg die grotesken Aspekte eines Drehbuchs, das auf einer Idee von CCC-Chef Artur Brauner höchstpersönlich basiert. (lf)

Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse

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