
Vier verarmte, junge Jazzmusiker sind auf Jobsuche, als der Zufall in Gestalt der Fabrikarbeiterin Jessy (Jenny Jugo) buchstäblich durch die Decke kracht. Ihr Sturz in die große Pauke während eines Vorspiels versteht der Direktor des Varietés Trocadero fälschlicherweise als einen akrobatischen Kunstgriff. Das Engagement ist gesichert, doch nun stehen die „Fünf von der Jazzband“ vor einem Problem. Von Musik und Akrobatik hat Jessy keine Ahnung. Während alle vier Kollegen sich in sie verlieben, ist Jessy in den feschen Martin verknallt. Das Ganze wird flankiert von einer Verhaftung wegen vermeintlichen Autodiebstahls und einem turbulenten Wettlauf gegen die Zeit bis zur großen Premiere.
Regisseur Erich Engel lieferte mit Fünf von der Jazzband ein wunderbares Beispiel für die spritzige Weimarer Tonfilmkomödie, kurz bevor viele der Beteiligten ins Exil gehen mussten. Das Trio aus Produzent Joe Pasternak und den Autoren Felix Joachimson (später Jackson) und Hermann Kosterlitz (später Henry Koster), der ungenannt auch als Regieassistent fungierte, verfeinerte ihr Erfolgsrezept zunächst in Österreich mit der Schauspielerin Franziska Gaal und schließlich in Hollywood mit Deanna Durbin. (abs)
Andréas-Benjamin Seyfert ist Film- und Kulturwissenschaftler und lehrt an der University of California Santa Barbara mit einem Forschungsschwerpunkt auf dem frühen Tonfilm.
Fünf von der Jazzband
- D 1932
- 35mm
-
R: Erich Engel, B: Hermann Kosterlitz, Felix Joachimson, Curt Alexander, K: Reimar Kuntze, M: Theo Mackeben, D: Jenny Jugo, Rolf von Goth, Fritz Klippel, Karl Stepanek, Günther Vogdt, Theo Shall, Peter Lorre, 88’