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Einführung: Jeanpaul Goergen

Ein Querschnitt durch die vibrierende Szene in Berlin-Mitte voller Experimentierfreude und Lebenslust, kurz nach der Wiedervereinigung. In den heruntergekommenen Mietshäusern aus der Kaiserzeit haben sich Aussteiger und Kreative eingerichtet, neue Klubs und Kneipen entstehen. Ein künstlerisches Prekariat pendelt zwischen Kunstaktionen, Punkkonzerten, Performances und Tanztheater, zwischen Hausbesetzungen und Räumungen. Vieles wird erprobt, manches ist unfertig und improvisiert. 

In Gestern Mitte Morgen erforscht Peter Zach eine einzigartige kreative internationale Bohème. Sasha Waltz probt mit Takako Suzuki, Jeanne-Claude und Christo verhüllen den Reichstag, und mit der Sanierung der Hackeschen Höfe setzen erste Prozesse der Gentrifizierung ein. Auf dem Wagenplatz Schwarzer Kanal erinnern Straßenschauspieler mit einer Aufführung der Dreigroschenoper an die goldenen Zwanziger Jahre, während eine junge Engländerin enttäuscht in ihre Heimat zurückkehrt. Zu fortgeschrittener Stunde erteilen zwei angetrunkene Obdachlose dem Kameramann Regieanweisungen. (jg)

Gestern Mitte Morgen

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