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Philipp Stiasny

Heimkehr

Dr. Thomas und seine Tochter, die Lehrerin Maria, leben in Wolhynien im östlichen Teil Polens. Als Angehörige der deutschen Minderheit erfahren sie systematische Diskriminierung. Sie werden nicht nur körperlich angegriffen, man verweigert ihnen auch medizinische Hilfe, und als sie heimlich eine Rede Hitlers hören möchten, werden sie sogar verhaftet. Einmarschierende deutsche Truppen können sie befreien.

Zwei Jahre nach dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen drehte Gustav Ucicky einen Propagandafilm, der sowohl rückwirkend das Handeln der deutschen Soldaten als auch den gerade begonnenen Feldzug gegen die Sowjetunion rechtfertigen sollte. Unter dem Vorwand, die Gewalttaten, Verhaftungen und Erschießungen seien Verbrechen der Polen und nicht ihre, werden die Deutschen in Wolhynien ins Reich „heimgeholt“ – historisch zutreffend ist jedoch die Ansiedlung im Warthegau, der völkerrechtswidrig 1939 annektiert wurde. (mbh)

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