
Ein Imagefilm über Bonn. Nach dem Zweiten Weltkrieg besucht ein ehemaliger deutsch-amerikanischer Student seine alte Alma Mater. Er möchte in Erfahrung bringen, wie sich Bonn seit dem Kriegsende entwickelt hat. Erfreulicherweise kann er einige Fabriken besichtigen, in denen bereits wieder gearbeitet wird, denn das Wirtschaftswunder nimmt allmählich auch in Bonn Fahrt auf. Und neben Sehenswürdigkeiten wie der Universität, dem Schloss und dem Bundestag hat Bonn auch gesellschaftlich einiges zu bieten. Man trifft sich wieder in Kneipen und Gaststätten zu Weinproben und Mahlzeiten.
Mit Ohne Baedeker durch Bonn produzierten Gerda und Georg Witthuhn 1949/50 eine krude Mischung aus Firmenportrait und Reiseführer. Ihr Film sollte unter anderem bei aus Deutschland Emigrierten Mittel für den Wiederaufbau Bonns einwerben. Firmen, die im Film berücksichtigt werden wollten, konnten sich an den Produktionskosten beteiligen. Wenig später ging die Internationale Film Corporation, Witthuhns Produktionsfirma, jedoch pleite. Die Filmmaterialien landeten im Bundesarchiv. Nach langen Verhandlungen erhielt die Bonner Kinemathek eine Kopie des Films, den bei seiner Wiederaufführung in Bonn über 1.500 Zuschauer*innen im Rahmen einer Open-Air-Vorführung sahen. (bgu)
Ohne Baedeker durch Bonn
- BRD 1951
- 35mm
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R/B: Rudolf Külüs, K: Walter H. Schmitt, D: Harry Howe, Gerda Wittuhn, 75'