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Mit Einführung und Buchvorstellung

Nach Jahren ist King Richard noch immer nicht von seinem Kreuzzug nach Nottingham zurückgekehrt. Derweil regiert sein Bruder John (Claude Reins) mit Hilfe der Kirche und Sir Guy von Gisbourne (Basil Rathbone) tyrannisch das Land. Die Gewaltherrschaft richtet sich vor allem gegen die Sachsen, die unter Robin Hood (Errol Flynn) den Aufstand proben. Der Kampf wendet sich, als Hood sich in Lady Marian (Olivia de Havilland) verliebt, die Sir Guy für sich beansprucht.

Bereits mit den ersten Tönen des aufbrausenden Marsches des Prologs charakterisiert der Komponist Erich Wolfgang Korngold präzise den temperamentvollen Charakter von Robin Hood, wie Flynn ihn spielt. Durch seine Musik verwandelte der österreichische Komponist, der zuvor mit Opern und Konzerten zu internationalem Ruhm gelangt war, die Superproduktion Robin Hood in ein dramatisch-musikalisches Werk, das die Frage nach dem Platz der Oper im Kino ebenso phantasievoll wie grundlegend aufwirft. Anlässlich des jüngst erschienenen Sammelbands Oper und Film. Geschichten einer Beziehung, der auf eine Konferenz an der Deutschen Oper und eine Retrospektive zum Schaffen Korngolds im Zeughauskino zurückgeht, diskutieren die Herausgeber im Anschluss an die Filmvorführung aus philosophischer, musik- und filmwissenschaftlicher Perspektive das Wechselspiel zwischen Oper und Kino. (sa)