Tuesday, 04. August 2026, 07.00 PM
There’s No Business Like Show Business

„Endlich! Eine Geschichte über die Menschen HINTER dem Rampenlicht!“ – so hieß es 1954 im dazugehörigen Trailer. Denn in dem Jukebox-Musical, dessen Handlung um Songs von Irving Berlin arrangiert ist, geht es um die Donahues, eine imaginäre Vaudeville-Familie in den USA der 1920er und 30er Jahre, und um die zur Bühne strebende Garderobiere Vicky (Marilyn Monroe). Nach vielen rasanten musikalischen Nummern und Kostümwechseln und einigen Seitensträngen wie dem Ruf zum Priester eines der Donahue-Söhne performt man gemeinsam ein Grande Finale. Monroes Figur der Vicky, die erst nach 30 Filmminuten auftaucht, weiß genau, was sie will, und hat für ein Vorsprechen sogar Tschechow einstudiert – die Reaktion ihres Agenten ist symptomatisch: „Mach das später, der Mann will eine sexy Sängerin!“ Das wird sie liefern. Monroes Tanzkünste sind (vor allem im Vergleich zu Donald O’Connor und Mitzi Gaynor) zwar eher rhythmisches Schütteln, doch die Kostüme, das Orchesterarrangement und ihre Erscheinung beeindrucken. Zwischen den Nummern verliebt sich Tim Donahue (O’Connor) in sie – und ein wahrlich moderner Dialog entspinnt sich: „Was machst du, wenn deine Heldin eine Karrierefrau ist“, fragt sie. „Dann unterstütze ich sie, und ebne ihr den Weg!“ antwortet er. (jz)
There’s No Business Like Show Business
- USA 1954
- DCP
- OV
-
R: Walter Lang, B: Phoebe und Walter Ephron, K: Leon Shamroy, D: Ethel Merman, Donald O’Connor, Mitzi Gaynor, Marilyn Monroe, Johnny Ray, 117‘