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Im Sommer 1932 lebt die kommunistische Reichstagsabgeordnete Clara Zetkin, bereits 75-jährig und schwer erkrankt, in einem Moskauer Sanatorium. Doch als sie von ihren Genossen in Deutschland gebeten wird, nach Berlin zu kommen, um als Alterspräsidentin den Deutschen Reichstag am 30. August 1932 zu eröffnen, macht sie sich trotz ihrer gesundheitlichen Probleme und der Bedrohung durch die Nationalsozialisten auf den Weg. Über die näheren Umstände ihrer Reise und Zetkins zehntägigen Aufenthalt in Berlin ist wenig bekannt. Das Szenarium, das der sowjetische Dramatiker Michail Schatrow schrieb, ist weitgehend fiktiv.

Wo andere schweigen (1984) steht in der Tradition der großen politischen DEFA-Filme, wie etwa die beiden Ernst-Thälmann-Filme aus den 1950er Jahren oder die Karl-Liebknecht-Filme Solange Leben in mir ist (1965) und Trotz alledem! (1972). Ralf Kirstens Film setzt aber auch neue Akzente. Er verbindet geschickt Fotografien der 1930er Jahre mit Spielfilmszenen und zeichnet sich durch ungewöhnliche Bild-Ton-Collagen aus. Die jungen fiktiven Charaktere orientieren sich am Zeitgefühl der 1980er Jahre, denn Kirsten wollte mit seinem Film in erster Linie junge Leute ansprechen. Sie sollten durch den Film „jene Generation […] verstehen, die vor fünfzig Jahren jung war.“ (kna)

Wo andere schweigen

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