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German Historical Museum
 
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Kino im Zeughaus | Programm | Programmarchiv


Januar | Februar | März
Berlin.Dokument | DEFA in Farbe | Film.Dokument | Hans Steinhoff | Umbrüche
S wie Sonderprogramm | Unter Vorbehalt | Verboten! | Wiederentdeckt

 


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Lontano – Die Schaubühne von Peter Stein
D 2013, R/P: Andreas Lewin, K: Wojciech Szepel, D: Peter Stein, Moidele Bickel, Volker Butzmann, Bruno Ganz, Corinna Kirchhoff, 90‘ · DCP

Lontano ist eine Annäherung an die vielfältigen Facetten der künstlerischen Arbeit des ersten selbstbestimmten Theaterensembles der Bundesrepublik Deutschland, das zwischen 1970 und 1985 unter der Leitung von Peter Stein Theatergeschichte geschrieben hat. Der Film zeichnet die Neuformierung der Schaubühne als Theaterexperiment und aus dem Geist von ‘68 nach, beschreibt, wie Basisdemokratie im Theater praktiziert wurde und widmet sich den Prämissen, den Irrtümern und der Mentalität, die das Theater innerhalb kürzester Zeit zu dem bedeutendsten deutschen Theater in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gemacht haben. Lontano versucht, eine Schneise durch das Dickicht der theatralischen Legendenbildungen und Verdrängungen zu schlagen und den Blick frei zu machen für die Entwicklungsgeschichte eines Theaters, dessen Errungenschaften heute in Vergessenheit geraten sind und aus dem heraus sich keine künstlerische Nachfolge oder Tradition gebildet hat.
Zu Gast: Andreas Lewin

am 17.01.2014 um 20.30 Uhr

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Die Brücke
D (Ost) 1949, R/B: Arthur Pohl, K: Fritz Arno Wagner, D: Fritz Wagner, Arno Paulsen, Steffie Spira, 85‘ · DCP

Eine Gruppe von Umsiedlern kommt in eine vom Krieg verschonte Stadt. Doch die Einwohner stehen den Neuankömmlingen feindselig gegenüber. Nur die Jugend ist unvoreingenommen. Der Neffe des Bürgermeisters verliebt sich in das Flüchtlingsmädchen Hanne. Deren Vater Michaelis ist der Wortführer der Umsiedler und um freundlichere Kontakte bemüht. Doch ausgerechnet er wird Opfer der Gehässigkeit der Einheimischen. Die Brücke, das Regiedebüt des knapp 50-jährigen Arthur Pohl, erzählt eine Flüchtlingsgeschichte aus der Nachkriegszeit. Die DEFA griff hier die Problematik der Heimatvertriebenen auf.

am 22.01.2014 um 20.00 Uhr

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"Filme zum Ersten Weltkrieg"

Lieb Vaterland, magst ruhig sein D 1914, 5‘ · dt. ZT
The African Zouaves in the Flanders F 1915, 6‘ · engl. ZT
Der Heimat Schützengraben D 1916, 8‘ · dt. ZT
Dans les ajoncs du Vardar F 1916, 4‘ · nl. ZT
Befana di guerra R: Luigi Sapella, I 1915, 7‘ · ital. ZT
Azione della Regia Marina nel golfo di Trieste I 1917, 3‘
Határszéli razzia H 1918, 7‘ · ung. ZT
The Woman's Portion GB 1918, 23’ · engl. ZT

Bis heute gelten rund 80% der Filmproduktion aus den 1910er Jahren als verschollen. Im Rahmen des EU-geförderten Projekts EFG1914 arbeiten gegenwärtig 21 europäische Filmarchive an der Digitalisierung von über 660 Stunden Filmmaterial zum Ersten Weltkrieg, das über das Online-Portal europeanfilmgateway.eu verfügbar sein wird. Zum 100. Jahrestag des Kriegsausbruchs wird damit erstmals ein Großteil des noch erhaltenen Materials einer breiten Öffentlichkeit über das Internet zugänglich sein. Das vom Deutschen Filminstitut kuratierte Kurzfilmprogramm bietet einen Querschnitt durch die Filmproduktion Europas während des Ersten Weltkriegs. Es findet im Rahmen der Internationalen Konferenz „Unlocking Sources – The First World War online & Europeana Conference“ statt.
Am Flügel: Eunice Martins. Mit Einführung

am 30.01.2014 um 19.00 Uhr

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Märzrevolution 1848

Addio, piccola mia
DDR 1978, R/B: Lothar Warneke, D: Hilmar Eichhorn, Wolfgang Arnst, Trude Bechmann, 123’ · 35 mm

Lothar Warnekes Schilderung der letzten drei Lebensjahre des literarischen enfant terrible Georg Büchner nimmt den Autor des Woyzeck beim Wort: die Darstellung Büchners folgt weitgehend Dokumenten von Büchner selbst. Nach der Publikation des Hessischen Landboten flieht Büchner vor der Repression nach Straßburg und widmet sich naturwissenschaftlichen Studien. Addio, piccola mia ist keine konventionelle Biographie geworden „eher ein stimmungsvoller Bilderbogen aus einer Zeit der Repression und Restauration,zugleich das Porträt einer Generation scheiternder Revolutionäre.“ (Heinz Kersten).
Eintritt frei

am 18.03.2014 um 17.00 Uhr

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"100 Jahre deutsche Wochenschau"

Eiko-Woche Kriegsausgabe Nr. 31 D 1915, 13’ · 35 mm
Ufa-Tonwoche Nr. 103/1932 D 1932, 13’ · 35 mm
Ufa-Tonwoche Nr. 372/1937 D 1937, 9’ · 35 mm
Die Deutsche Wochenschau Nr. 545/8/1941 D 1941, 14’ · 35 mm
Der Augenzeuge Nr. 118/1948 D (Ost) 1948, 11’ · 35 mm
Ufa Wochenschau Nr. 1/1956 BRD 1956, 6' · 35 mm

Vor 100 Jahren, am 27. März 1914, kam mit der Eiko-Woche die erste deutsche Wochenschau in die Kinos. Wochenschauen, die es bereits ab 1907 in Frankreich gab, verstanden sich als aktuelle Berichterstattung, bevorzugten aber unterhaltende Sujets und unverfängliche Themen. Politisch unabhängig waren sie jedoch nie. Diktaturen nutzten sie rücksichtslos zur Propagierung ihrer Ansichten. Die Beliebigkeit ihrer Themen kritisierte Hans Magnus Enzensberger 1957 als „Scherbenwelt“. Anfang der 1980er Jahre besiegelten die Nachrichten- und Unterhaltungssendungen des Fernsehens das Ende der Wochenschauen. Heute sind ihre Aufnahmen Teil unseres Bilder-Gedächtnisses.
Das Programm zum 100. Jubiläum der ersten deutschen Wochenschau versammelt deutsche Wochenschauen aus dem Ersten Weltkrieg und aus der Endphase der Weimarer Republik, eine nationalsozialistische Kriegswochenschau, eine frühe Ausgabe des Augenzeugen sowie die erste Ausgabe der 1956 in der Bundesrepublik neugegründeten Ufa-Wochenschau.Es sind exemplarische Beispiele, die die Programmatik der Wochenschau und ihre besondere Bildsprache beleuchten. (jg)
Einführung: Günter Agde, Jeanpaul Goergen, Kay Hoffmann

am 27.03.2014 um 20.00 Uhr

 

 
 
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