John Heartfield 1891-1968

Maler, Graphiker, Photomontagekünstler, Bühnenbildner

  • 1891

    19. Juni: Helmut Herzfelde wird als erster Sohn des Schriftstellers Franz Herzfelde in Berlin-Schmargendorf geboren.

  • 1898

    Tod der Eltern.

  • 1905/06

    Lehre als Buchhändler in Wiesbaden.

  • 1908-1911

    Studium an der Münchner Kunstgewerbeschule.

  • 1912

    Übersiedlung nach Mannheim, wo Herzfelde als Graphiker arbeitet.

  • 1913/14

    Nach seiner Rückkehr nach Berlin studiert er an der Kunst- und Handwerkerschule in Charlottenburg.

  • 1915/16

    Teilnahme am Ersten Weltkrieg.

  • 1916

    Herzfelde gründet mit seinem Bruder Wieland Herzfelde den Verlag "Neue Jugend" und nennt sich fortan John Heartfield.
    Bekanntschaft mit George Grosz.

  • 1917

    Mitbegründer des Malik-Verlags in Berlin.

  • 1919

    Eintritt in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD).

  • ab 1919

    Mitarbeit an den linken satirischen Blättern "Die Pleite" und "Der Knüppel".

  • ab 1920

    Heartfield tritt bei Veranstaltungen der Berliner Dada-Gruppe auf und entwickelt in der Folgezeit unter dem Einfluß von Grosz die künstlerische Form der politischen Photomontage.
    Heartfield entwirft erste Bühnenbilder für Erwin Piscator und Max Reinhardt.

  • 1921

    Gestaltung von Einbänden und Schutzumschlägen für verschiedene Verlage.

  • 1923

    Mitarbeit an der satirischen Zeitung "Der Knüppel".

  • 1929

    Photos und Photomontagen zur Kurt Tucholskys "Deutschland, Deutschland über alles".

  • 1930

    Heartfield wird ständiger Mitarbeiter der "Arbeiter-Illustrierten-Zeitung" (AIZ).

  • 1933

    April: Flucht nach Prag und dort Wiederaufnahme der Arbeit mit dem Malik-Verlag und der AIZ.

  • 1934

    Heartfield beteiligt sich an der Karikaturenausstellung Kunstvereins Mánes in Prag. Protestnote des deutschen Gesandten.

  • 1938

    Dezember: Flucht über Paris nach London, wo er sich weiterhin aktiv am Widerstand gegen das NS-Regime beteiligt.

  • 1940

    Durch die Einweisung in englische Internierungslager verschlechtert sich Heartfields Gesundheitszustand.

  • 1950

    Rückkehr nach Deutschland. Heartfield lebt zunächst in Leipzig. Gemeinsam mit seinem Bruder Wieland arbeitet er für Verlage, Theater und Organisationen der DDR.

  • 1951

    Erster Herzinfarkt.

  • 1952

    Zweiter Herzinfarkt.

  • 1956

    Übersiedlung nach Berlin, wo er als freischaffender Künstler für Theater und Verlage arbeitet.
    Mitglied der Akademie der Künste durch den Einsatz von Stefan Heym.

  • 1957

    Erste große Nachkriegsretrospektive. Nationalpreis für Kunst und Literatur der DDR.

  • 1960

    Heartfield erhält eine Professur an der Berliner Kunstakademie.

  • 1961

    Verleihung des Deutschen Friedenspreises.

  • 1968

    26. April: John Heartfield stirbt in Ost-Berlin.

(dw)
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