Jump directly to the page contents
Einführung am 17.05.: Michael Grisko

Ralf Päschke, Regiestudent an der Filmhochschule, soll für das Fernsehen einen Dokumentarfilm über die Frauenbrigade im Berliner Glühlampenwerk NARVA drehen. Es ist kein Herzensprojekt, und ob die Zuschauer in ihrer Freizeit eine Frauenbrigade sehen wollen, ist zweifelhaft. Da aber andere Projekte abgelehnt werden, nimmt Päschke an und beginnt seine Arbeit mit fünf Mädchen, die im Akkord an veralteten Maschinen Glühlampen herstellen. Sie kommen sich auch persönlich näher. 

Päschkes Dreharbeiten bringen die latenten Spannungen innerhalb der Gruppe ans Tageslicht. Zwischen der geplanten Modernisierung der Produktion, dem Besuch des Ministers, notwendigen Qualifikationen und der Wahl des Gewerkschaftsvertrauensmannes entstehen Bilder, die einerseits weitgehend ritualisierte Abläufe festhalten, andererseits die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der gemeinschaftlichen Zusammenarbeit offenlegen. Ein Nervenzusammenbruch der Meisterin und ein Diebstahl stellen die Brigade und damit auch das Dokumentarfilmprojekt vor die herausfordernde Frage, welches Bild der Wirklichkeit sich im Film letztlich wiederfinden soll. (mg)

Alle meine Mädchen