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Wie sein Erstling Selbstbedienung zeichnet auch Fechners dritter Film einen authentischen Fall nach (diesmal mit weiblichen Hauptfiguren) und besitzt Anklänge an eine Gaunerkomödie, wobei der Autor – wohl absichtlich – gegen einige Konventionen dieses Subgenres verstößt. So ist etwa die Sympathie nicht ungetrübt auf Seiten der Protagonistinnen, vier lediger Schwestern und der Tochter einer von ihnen, die sich durchs Leben schnorren und schmarotzen. Da der fest an Recht, Ordnung und Gerechtigkeit glaubende Leiter einer Wirtschaftsauskunftei dieses Quintett mit Leidenschaft verfolgt, flüchtet es aus einer Ruhrgebietsstadt in ein Moselstädtchen. Dort will es ein leerstehendes Anwesen erwerben und angeblich zu einem Damenstift ausbauen. Dass die öffentliche Hand die Immobilie dringend loswerden möchte und sich sonst niemand dafür interessiert, spielt den Betrügerinnen in die Hände.

Eine (gerade was den Immobiliensektor angeht) zeitlose Geschichte über Hochstapelei, die nur gelingen kann durch ein Umfeld, welches sich gern blenden lässt. Unter anderem durch einen Off-Erzähler erhält der Film einen märchenhaften Charakter, und wie in Selbstbedienung gibt es auch hier das Motiv des Schlaraffenlands. Bei seiner Erstausstrahlung erzielte Damenquartett eine Sehbeteiligung von 69 Prozent. (gym)

Damenquartett