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Nach Tadellöser & Wolff fand auch die bittere Fortsetzung der Familiengeschichte der Kempowskis in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg viel Beachtung, bei der professionellen Kritik allerdings nicht so viel Zuspruch, da in manchen Kreisen über stalinistische Verfolgung nicht gern gesprochen wurde und wird. Kempowskis Schilderung dessen, was ihm, seinen Angehörigen und Mithäftlingen in Lagern und Gefängnissen der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der jungen DDR geschah, von Fechner eindringlich und eindrucksvoll vor die Kamera gebracht, bescherte beiden denn auch den Standardvorwurf der antikommunistischen Hetze – oder einfach betretenes Schweigen. Beim Publikum stieß die dreiteilige Adaption von Walter Kempowskis 1975 erschienenem autobiographischen Roman, vom ZDF erstgesendet rund um den Jahreswechsel 1979/1980, wieder auf rege Resonanz. Angesichts gesundheitlicher Probleme und weil sich andere Vorhaben insbesondere wegen Schwierigkeiten mit der Finanzierung zerschlugen, blieb Ein Kapitel für sich das letzte Spielfilmprojekt, das der 1992 verstorbene Eberhard Fechner realisieren konnte. (gym)

Ein Kapitel für sich