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Oberbayern um 1900: Nach Jahren auf See kehrt Leopold in sein Heimatdorf zurück und verliebt sich prompt in seine Jugendfreundin Regina. Doch ist Regina bereits dem Dorfschmied Domini versprochen. Aus Freundschaft wird Rivalität, bis das titelgebende Unwetter die Dreiecksgeschichte ihrem schicksalhaften Ende entgegentreibt. 

Mit Gewitter im Mai legte Kameramann und Regisseur Xaver Schwarzenberger 1987 die nunmehr dritte Kinoverfilmung der gleichnamigen 1904 erschienenen Bergnovelle Ludwig Ganghofers (1855-1920) vor: ein Liebesmelodram vor imposanter Naturkulisse, das – dem Western nicht unähnlich – allerlei Reflexe auf den Konflikt von Tradition und losgetretenem Fortschritt enthält. Schwarzenberger, der mit Kameraarbeiten für Rainer Werner Fassbinder und seiner Co-Regie für Otto Waalkes Smashhit Otto – Der Film (1985) das westdeutsche Fernsehen wie Kino nicht unerheblich mitprägte, stellte sich mit Gewitter im Mai in die Tradition von Ganghofer-Adaptionen, die nach den 1950er Jahren in den Siebzigern noch einmal populär werden. Schwarzenbergers 1987 entstandene Produktion ist also spät dran. Andererseits verweist sein Werk bereits auf den Ort, an dem sich der Heimatfilm fortan heimisch fühlen wird: das Fernsehen. (ts)

Gewitter im Mai