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Im Juli 1960 beginnt die Produktion von Monroes letztem vollständigen Film. Nach dem Drehbuch ihres Ehemannes Arthur Miller erzählt das von John Huston inszenierte, schwarz-weiße Drama von zwei (mit Backstorys und weiblicher Solidarität ausgestatteten) desillusionierten Frauen, die drei mindestens ebenso versehrte Männer kennenlernen. Es ranken sich viele Geschichten um Monroes Zustand und den ihrer Ehe zum Zeitpunkt der Dreharbeiten. Dennoch entstand ein beeindruckender, ernüchternder Spätwestern.                                                                                                                 Monroe spielt Roslyn, die für ihre Trennung ins Scheidungsparadies Reno gereist ist und dort bei der circa 60-jährigen Isabelle (Helma Ritter) wohnt. Die Frauen treffen auf Guido (Eli Wallach) und den älteren, geschiedenen Cowboy Gay (Clark Gable). Nach einer Party im Wüstenhäuschen Guidos bauen Gay und Roslyn an einer brüchigen Idylle. Mit einem weiteren Misfit, gespielt vom damals unter den Folgen eines Unfalls leidenden Montgomery Clift, geht es später auf Mustang-Jagd. In einer beeindruckenden, von Monroe mit einem Höchstmaß an Gefühl und Stärke gespielten Szene rennt Roslyn dabei in die Wüste und brüllt die Cowboys von weitem an: „Ihr seid drei tote Männer!“. So deutliche Kritik an toxischer Männlichkeit findet sich in keinem anderen ihrer Filme. (jz)

Misfits – Nicht gesellschaftsfähig

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