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Bereits der allererste Film, den Fechner schrieb und inszenierte, widmete sich den Träumen und (Über-)Lebensstrategien „kleiner Leute“ und verarbeitete authentisches Geschehen: den Einbruch dreier junger Männer in ein Berliner Warenhaus, der kurz zuvor für Schlagzeilen gesorgt hatte. Fechner zeichnete in seinem Spielfilm, dessen Drehbuch wesentlich auf Gesprächen mit den Einbrechern beruhte und der an Originalschauplätzen entstand, nicht nur nach, wie das Vorhaben des Tresorknackens geplant und ausgeführt wurde. Die Notwendigkeit, in dem Warenhaus zu übernachten, nutzten die Einbrecher auch, um sich dort aus verschiedenen Abteilungen zu bedienen und für ein paar Stunden einen nie gekannten Wohlstand zu genießen.

In Zusammenarbeit mit dem Kameramann Rudolf Körösi, der vom Dokumentarfilm kam und bis 1970 mit Ausnahme von Damenquartett alle Fechner-Filme fotografierte, gelang Fechner schon in seiner ersten Arbeit der Eindruck einer besonderen Wirklichkeitsnähe. Dazu gehörte, dass – wie in fast allen frühen Arbeiten Fechners – ausgiebig Dialekt gesprochen wird. (gym)

Selbstbedienung – Ein Fall aus der Berliner Kriminalgeschichte