Jump directly to the page contents

Die Kamera schwenkt über die schneebedeckten Halden einer von Industrieproduktion geprägten Landschaft hinüber zu einer Landstraße, an der ein Kamerateam wartet. Der Dokumentarfilmer Paul Kremer schlägt die erste Klappe zu seinem Film Ritters letztes Rennen. Entstehen soll hier ein Film über den zweimaligen Weltmeister Thomas Ritter, der sich auf sein letztes Radrennen, die Friedensfahrt, vorbereitet. Ritter möchte das Rennen zum ersten Mal gewinnen. Aber plant Kremer mehr als nur ein Porträt? Ist die Filmproduktion auch eine Suche nach seinen eigenen Wurzeln? 

Nicht nur die Grenzen zwischen Film und dem im Film entstehenden Portrait verschwimmen. Während der Etappen des Radrennens verändert sich auch der erzählerische Fokus, denn die Dynamik der Realität stellt das Regieteam vor immer neue Herausforderungen. Was soll im Mittelpunkt stehen: der Sport oder die Dreharbeit, die portraitierte Person, die persönlichen Beziehungen der Menschen oder die Qualität der Bilder? Und: Welche Geschichten bleiben unerzählt? (mg)

Über die Grenzen

Further events