Deutsche Demokratische Republik
Zeughaus Berlin, 26. März - 15. Juni 1993
 
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Der Ort des Sterbens verlagerte sich auch in der DDR zunehmend in soziale und medizinische Einrichtungen.
Trotz der insgesamt gesunkenen Bedeutung kirchlicher Rituale wurde in der DDR noch im Jahre 1986 mehr als ein Drittel der Verstorbenen kirchlich beigesetzt. Vorherrschend war jedoch das nichtkirchliche Begräbnis, geleitet von einem "weltlichen Redner". Diese Bestattungsform ging in der Regel einher mit einer Kremation (1983 machte diese Bestattungsform 60 Prozent aller Beerdigungen aus).

Die Kosten für eine Beisetzung betrugen zwischen 420,- und 1900,- Mark (um 1985). Dabei war das Angebot an Särgen, Urnen, Kränzen etc. zumeist schlecht. Mit dem Schrumpfen der Zahl privater Bestattungsunternehmen (in Berlin gab es 1984 von den ehemals 72 privaten Unternehmen nur noch 8, in Dresden z.B. kein einziges mehr) reduzierte und standardisierte sich das Sortiment. In Berlin beispielsweise bot die Städtische Bestattung, die dem Ministerium für Bezirksgeleitete Industrie und Lebensmittelindustrie unterstand, von den ehemals 74 Sargtypen nur noch sieben an. Zur Herstellung der Särge (deren offizielle Bezeichnung "Erdmöbel" lautete) wurden zumeist nur billige, wertlose Materialien verwandt. Auch frische Blumen waren in der Zeit von Oktober bis Mai kaum zu bekommen; ersatzweise wurden Plasteblumen verwandt.

Das Tragen von schwarzer Trauerkleidung beschränkte sich zumeist auf den Kreis der nächsten Angehörigen und den Tag der Beisetzung.

Der Tod war in der immer nur vorwärtsschreitenden sozialistischen Gesellschaft offiziell kein Thema, mehr noch, mit Mißachtung bedacht. Indiz dafür ist etwa, daß Bestattungsinstitute ihre Geschäfte nicht in Hauptgeschäftsstraßen unterhalten durften.

 

Exponate
     
       
       
             
 
 
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