Logo und Schriftzug des Deutschen Historischen Museums und eine Ansicht der neuen Ausstellungshalle von I.M.Pei neben dem Zeughaus
German Historical Museum
 
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Kino im Zeughaus | Programm | Programmarchiv


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  S WIE SONDERPROGRAMM

 

S WIE SONDERPROGRAMM
Denkmal Film

Panzerkreuzer Potemkin
UdSSR 1925 / D 1926/1930, R/S: Sergej Eisenstein, B: Nina Agadshanowa-Schutko, K: Edouard Tissé, M: Edmund Meisel, D: Alexander Antonow, Wladimir Barskij, Grigori Alexandrow, Alexander Ljowschin, 44‘        DVD, deutsche OF

Film ist ein fragiles Kulturgut. Viele Filme aus der Stummfilmzeit sind bereits verloren, und zahlreiche Tonfilme sind von Verlust bedroht, denn Filme galten lange Zeit nicht als erhaltenswertes Kulturgut. Bis heute sind Standards zum Schutz des Filmerbes noch ungenügend ausgebildet. Derzeit erleben wir einen Umbruch von der analogen zur digitalen Technologie. Zuverlässige Systeme zur langfristigen Sicherung des digitalen Filmerbes sind jedoch erst in der Entwicklung begriffen. Wir stehen daher vor den Fragen, inwiefern Filme als Kulturgüter geschützt sind, welche Defizite beim Schutz des Filmerbes bestehen und welche Standards für seine Sicherung gelten sollen.
Anna Bohn stellt in ihrer Publikation Denkmal Film erstmals umfassend die Grundlagen zum Schutz des Filmerbes dar. In zwei Bänden erläutert sie anhand zahlreicher Filmbeispiele und Archivquellen wesentliche Aspekte des audiovisuellen Kulturgutschutzes aus historischer Perspektive und definiert Schlüsselbegriffe zum Schutz des Filmerbes wie Sicherung, Restaurierung, Rekonstruktion und Fassung. Als Beispiel für die Rekonstruktion einer historischen Filmfassung zeigen wir erstmals öffentlich die digital rekonstruierte Nadeltonfassung des Films Panzerkreuzer Potemkin von 1930 mit der Musik von Edmund Meisel.

Eintritt frei
am 25.1.2013 um 20.00 Uhr

Jakob der Lügner
DDR 1974, R: Frank Beyer, B: Jurek Becker, Frank Beyer,
D: Vlastimil Brodsky, Erwin Geschonneck, Henry Hübchen, 104’

1968 war in der DDR Jurek Beckers Roman Jakob der Lügner erschienen. Becker, der selber Ghetto und Konzentrationslager überlebt hatte, erzählt in einer Verschmelzung von Erinnertem, Erdachtem und Überliefertem die Geschichte von Jakob, einem Pufferbäcker im Ghetto, der zufällig bei der Gestapo Nachrichten über den Frontverlauf hört. Um einen Freund zu retten, erfindet er die Geschichte von einem versteckten Radio und seiner hoffnungsfrohen Meldung. Die Nachricht spricht sich herum, und Jakob muss weiter lügen.
Jurek Becker und Frank Beyer entwickelten bereits 1965 eine erste Fassung des Drehbuchs. Doch einen Tag, nachdem sie das Buch fertig gestellt hatten, verbot das 11. Plenum der Kulturabteilung des ZK fast eine gesamte Jahresproduktion der DEFA. Auch Beyers Spur der Steine wurde wenige Tage nach der Premiere wieder abgesetzt. Beyer wurde von der DEFA entlassen und begann, für das DDR-Fernsehen zu arbeiten. So wurde Jakob der Lügner 1974 doch noch realisiert. 1977 wurde er als erster und einziger DEFA-Film für einen Oscar nominiert.

am 27.1.2013 um 16.00 Uhr

 

 
 
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